Teil 4 der abenteuerlichen "Universum"-Reise in den Südpazifik

"Reif für die Inseln" am 4. September um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Die Inseln des Südpazifiks zählen zu den entlegensten Orten der Erde, die oft durch Tausende Kilometer Ozean vom nächsten Festland getrennt sind. Dennoch tummeln sich selbst auf den entferntesten Atollen fremdartige Geschöpfe, die die Naturforscher jahrhundertelang vor ein Rätsel stellten. "Reif für die Inseln", die vierte Folge der fünfteiligen "Universum"-Serie "Der Südpazifik", erzählt am Dienstag, dem 4. September 2012, um 20.15 Uhr in ORF 2 faszinierende Geschichten von bizarren Inselbewohnern, die außergewöhnliche Anpassungen entwickelt haben, und von glücklichen Zufällen, die erlaubten, dass das Leben selbst die fernsten Küsten erobern konnte. Sabine Holzer hat den Film von Mark Brownlow und Huw Cordey deutsch bearbeitet. Die letzte Folge - "Fremd im Inselparadies" - zeigt ORF 2 am Dienstag, dem 11. September, um 20.15 Uhr.

Egal wie abgelegen manche Eilande sind, sie alle wurden im Lauf der Zeit kolonisiert - zuerst von Pflanzen und Tieren, dann von Menschen, die hier heute noch oft auf traditionelle Weise leben. Mit 16.000 Kilometern ist der Südpazifik mehr als doppelt so breit wie der Atlantik. Viele der Pioniere, die es bis auf die östlichsten Inseln schafften, brachen weit im Westen auf, die meisten von Neuguinea. Dreimal so groß wie Großbritannien ist Neuguinea die größte tropische Insel der Welt - und auch die tierreichste.

Hier lebt etwa ein Zwanzigstel aller Insektenarten der Erde, an die 300 Säugetierarten und rund 300 Reptilienarten. Auch das Leistenkrokodil ist auf Neuguinea heimisch, und von hier brachen die Reptilien vor Millionen Jahren nach Osten auf und erreichten die Salomonen. Für jedes andere Tier wäre die 100 Kilometer lange Strecke auf dem offenen Meer ein unüberwindbares Hindernis. Für die Leistenkrokodile jedoch nicht. Die Salzwasserkrokodile, wie sie auch genannt werden, gehören zu den größten und auch kräftigsten Schwimmern. Einige Exemplare wurden bereits 1.000 Kilometer vom nächsten Land entfernt auf hoher See gesichtet.

Selbst für Fische ist der offene Ozean oft eine unüberbrückbare Barriere. Erwachsene Tiere können nur selten neue Riffe kolonisieren, aber auch die Fische haben eine Lösung gefunden. Wenn sie sich zu Tausenden versammeln um zu laichen, reißen die Strömungen Myriaden von befruchteten Eiern mit sich, die an weit entfernten Riffen wieder angespült werden.

Östlich der Salomonen vergrößern sich die Entfernungen zwischen den einzelnen Inseln beträchtlich. Zwischen den Salomonen und der nächsten Inselgruppe - Fidschi, Samoa und Tonga - liegen eineinhalbtausend Kilometer. Trotz der isolierten Lage ist auf Fidschi fast die Hälfte der Pflanzen heimisch, die auch auf den Salomonen zu finden ist. Die tierischen Eroberer waren hier schon weniger erfolgreich. Nur eine Handvoll Fledermäuse hat es auf dem Luftweg bis hierher geschafft, auch die Vogelwelt ist weniger artenreich. Trotzdem leben hier zwei Froscharten, Tausendfüßer und der Fidschileguan, der wohl eindrucksvollste Bewohner der Insel. Sie waren wohl Opfer von Tsunamis und landeten als Schiffbrüchige in der Isolation.

Vor weniger als 2.000 Jahren revolutionierten schließlich die Menschen die Verbreitung von Pflanzen und Tieren. Sie brachen von den Salomonen mit ihren Segelbooten ins große Unbekannte auf, mit sich führten sie Nutztiere, Pflanzen, die sie an neuen Ufern kultivieren wollten, und tierische blinde Passagiere. Die Polynesier besiedelten nun weit entfernte Inseln im Südpazifik wie Hawaii, Neuseeland und die Osterinseln, mehr als 11.000 Kilometer von Neuguinea entfernt.

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