Fürntrath-Moretti: Frauen brauchen flexiblere Kinderbetreuungsplätze, keine Zwangsquote

WKÖ -"Frau in der Wirtschaft": Quote ändert nichts an mangelhaften Rahmenbedingungen, die nicht der beruflichen Realität entsprechen

Wien (OTS/PWK580) - "Mit der Quotenkeule zu schwingen ändert
nichts an Rahmenbedingungen, die nach wie vor für Frauen alles andere als optimal sind" kommentiert Adelheid Fürntrath-Moretti, Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft, der Unternehmerinnen-Vertretung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ,) die aktuellen Aussagen von EU-Justizkommissarin Viviane Reding. Diese hatte sich für die Forcierung einer Aufsichtsrats-Frauenquote in börsenotierten Unternehmen ausgesprochen. Statt mit der gesetzlichen Brechstange zu agieren, müsse bei den Wurzeln des Problems angesetzt werden, zeigt sich Fürntrath-Moretti überzeugt: "Was bringen Zwang und Quote, wenn wesentliche Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Familie und dem Berufsleben nicht gegeben sind?"

So sei der längst fällige Ausbau einer flächendeckenden und flexiblen Kinderbetreuung Gebot der Stunde. "Unternehmerinnen und Frauen in einer Top- Positionen haben keine "nine-to-five"-Jobs und brauchen flexible Einrichtungen in ihrer Nähe. Anforderungen, die das derzeitige Kinderbetreuungsangebot ganz und gar nicht erfüllt", moniert Fürntrath-Moretti. Zudem müsse die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuung für über 10-jährige Kinder sowie von haushaltsnahen Dienstleistungen rasch umgesetzt werden.

Mehr Frauen in Aufsichtsräten: Programm "Zukunft-Frauen" setzt konkret an

Selbstverständlich sei es wünschenswert, mehr Frauen in Aufsichtsratspositionen zu bekommen, so Fürntrath-Moretti. Unternehmen sollen jedoch frei entscheiden können, wen sie einstellen - und zwar nach Qualifikation und nicht nach dem Geschlecht. Deshalb sei es wesentlich, die Aufstiegschancen der Frauen in den Unternehmen zu verbessern. "Denn nur wenn es gelingt, Frauen zielgerichtet ab ihrem Einstieg ins Berufsleben zu fördern und sie auf ihrem Weg nach oben zu begleiten, schafft man einen nachhaltigen Paradigmenwechsel", betont die Unternehmerinnen-Sprecherin.

Um Frauen gezielt den Weg in den Aufsichtsrat zu erleichtern, hat Frau in der Wirtschaft gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium (BMWFJ) und der Industriellenvereinigung (IV) das Programm "Zukunft-Frauen" ins Leben gerufen. Das Vermitteln von Know-how für künftige Aufsichtsrätinnen und eine Datenbank mit Kandidatinnen sorgen dafür, dass weibliches Wirtschafts-Know-how für die wichtigen Aufsichtsmandate gesichert ist. "Wichtig ist, den Frauen durch solche Initiativen den Rücken zu stärken und ihr Selbstvertrauen zu wecken", so Fürntrath-Moretti abschließend. (ES)

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