Industrie zu Arbeitsmarkt: Unternehmen sorgen für neuerlichen Beschäftigungsrekord

IV-GS Neumayer: Brauchen trotz Allzeithoch bei Beschäftigten strukturelle Reformen - Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften ungebrochen - Flexibilisierung der Arbeitszeit erforderlich

Wien (OTS/PdI) - "Wir müssen strukturelle Impulse in sämtlichen für den Arbeitsmarkt relevanten Bereichen in Österreich setzen. Ein von den Industrieunternehmen getriebenes Allzeithoch beim Beschäftigtenstand ist natürlich erfreulich, jedoch kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen", erklärte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, angesichts der aktuellen Arbeitsmarktdaten heute, Montag. Dazu gehören eine Flexibilisierung der Arbeitszeit und eine Senkung der Arbeitszusatzkosten. "Die Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung geht an den Herausforderungen völlig vorbei. Gerade die Industrie beweist als Beschäftigungsmotor des Landes Monat für Monat aufs Neue, dass der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften ungebrochen ist", so der IV-Generalsekretär.

"Wir sehen, dass vor allem jene Menschen Gefahr laufen, arbeitslos zu werden, die über eine relativ geringe Formalqualifikation verfügen. Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen belegen, dass die Arbeitslosigkeit insbesondere bei den Hilfsberufen ansteigt. Dagegen helfen nur massive Anstrengungen im Bildungsbereich", sagte Neumayer hinsichtlich benötigter Maßnahmen zur Behebung des Fachkräftemangels. Am Lehrstellenmarkt hat sich die Zahl der Lehrstellensuchenden minimal erhöht. Dies ist unter anderem auf Coachingprogramme bei Jugendlichen zurückzuführen, die bei der Berufswahl Jugendliche unterstützen.

Auch im August verfügte Österreich mit einer Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent über die geringste Arbeitslosigkeit in Europa. Maßgeblich dafür war insbesondere das erneute Wachstum der Beschäftigtenzahlen, das mit 51.000 im Vergleich zum Vorjahr bemerkenswert hoch ausfiel. Mit 3.550.000 Beschäftigten verfügt Österreich damit über ein Allzeithoch. Die Nachrichten werden jedoch durch einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit um 6,1 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres, freilich auf niedrigem Niveau, getrübt. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Industrie fiel mit 2,8 Prozent gering aus.

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