BZÖ-Grosz: KV-Träger verursachen 700 Millionen Euro Verwaltungskosten jährlich

Konsequente Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger könnte 400 Millionen Euro jährlich sparen

Wien (OTS) - Die sofortige Zusammenlegung der 22 Sozialversicherungsträger in Österreich forderte heute BZÖ-Rechnungshofsprecher Abg. Gerald Grosz. "Die Zahlen und Fakten sprechen für sich und zeigen, dass die österreichischen Beitragszahler zu reinen Systemerhaltern des Verwaltungsapparates der Sozialversicherungen mutieren. Die Bürger zahlen doppelt, einerseits als Beitragszahler und andererseits als Steuerzahler. Ohne die Steuergeldzuwendung der Bundesregierung an das Sozialversicherungssystem, würden 70 Prozent der Kassen rein negativ bilanzieren. Ich fordere daher die konsequente Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger in drei große Bereiche. Neben dem großen Kranken- und Unfallversicherungsbereich und dem Pensionsversicherungsbereich sollte mit den Einsparungen im Verwaltungsbereich endlich eine Pflegeversicherung begründet werden", so Grosz.

Wie eine aktuelle parlamentarische Anfragebeantwortung von SPÖ-Gesundheitsminister Alois Stöger an den BZÖ-Mandatar belegt, unterhielten die Krankenversicherungsträger im Jahr 2011 allein in den neun Bundesländern 161 Niederlassungen. Insgesamt 13.042 Beschäftigte zählten die Krankenversicherungsträger im Jahr 2011, die Mehrheit von knapp 60 Prozent - also 7.719 Personen - waren im Verwaltungsbereich beschäftigt. Unglaubliche 700 Millionen Euro flossen alleine in den Verwaltungs- und Verrechnungsaufwand. Allein 105 Millionen Euro wurden im selben Jahr für IT und EDV ausgegeben, die Krankenversicherungsträger hielten 109 Dienstwägen im Stand. Die Kosten für Dienstreisen betrugen 4,831.624 Millionen Euro, die Kosten für die Verwaltungsspitzen (Obleute, Generaldirektion) betrugen unfassbare 10,738.390 Millionen Euro. "Die Krankenversicherungsträger sparen derzeit ausschließlich bei den Leistungen, statt das eigene unfinanzierbare System endlich zu reformieren. Der wahre Einsparungsbedarf ist daher in der Zusammenlegung der Träger und der Vereinheitlichung der Abrechnungen zu finden", so Grosz abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZC0001