Leitl: Wir brauchen die besten Schulen, um im globalen Wettbewerb zu bestehen

Reformvorschläge und Forderungen der WKÖ für den Bildungsbereich im neuen Buch des Schulexperten Salcher bestätigt

Wien (OTS/PWK578) - Anlässlich des heute, Montag, erschienenen Buches "Nie mehr Schule" des Schulexperten Andreas Salcher, unterstreicht Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl den von Salcher eingeforderten Reformbedarf im österreichischen Bildungswesen. Leitl: "Im immer stärker werdenden globalen Wettbewerb liegt Österreichs größte Chance in Innovation, Forschung sowie Qualität. Dafür brauchen wir die besten Schulen der Welt, die die Begabungspotenziale unserer Kinder und Jugendlichen bestmöglichst ausschöpfen, denn schlechte Schulen rauben Zukunftschancen." Schulautonome Eigenverantwortung und Bildungsstandards sind diesbezüglich ein erster Schritt zum besten Bildungssystem, so Leitl.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Grundbildung ist die Sicherstellung der Schulreife mit ausreichender Sprach- und Sozialkompetenz in einem vorschulischen Jahr, denn Chancengleichheit im Bildungsbereich beginnt im Vorschulalter. Der Fokus der Primarstufe (Volksschule) sowie der Sekundarstufe I (bis zum Ende der 8. Schulstufe) muss zumindest auf dem Erreichen von Mindeststandards in den Kernfächern liegen - Lese-, Schreib-, und Rechenkompetenz. Leitl: "Unser Bildungssystem braucht generell ein inhaltliches Gesamtkonzept inklusive entsprechender Bildungsstandards mit klar definierten Mindestlevels in den einzelnen Fächern. Dabei sollen Wirtschaftswissen und Fremdsprachen mehr Gewicht erlangen."

"Wie auch Salcher richtig analysiert, ist die Erhöhung der finanziellen Ressourcen für sich alleine aber keine Lösung. Die Wurzel für die geringe Effektivität und Effizienz mancher österreichischer Schulen liegt in einer ungünstigen Form der Schulverwaltung. Die Bildungsreform muss daher auch Hand in Hand mit einer Schulverwaltungsreform gehen", so Leitl. Weiters müsse auch die regelmäßige Weiterbildung von Lehrern eine Selbstverständlichkeit sein. Die Inhalte der Weiterbildung sollen von der Schulleitung und vom einzelnen Lehrer in Karrieregesprächen gemeinsam festgelegt werden. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass sich die Weiterbildung mit den konkreten Anforderungen der Schule deckt. Leitl: " So werden die für Lehrerweiterbildung zur Verfügung stehenden Mittel auch effektiv eingesetzt."

Abschließend betont der WKÖ-Präsident, dass Österreich es sich nicht leisten darf, Potenziale am Bildungsweg zu verlieren. Die Wirtschaftskammer hat diesbezüglich gemeinsam mit den Sozialpartnern und der Industriellenvereinigung entsprechende Vorschläge für eine Bildungsreform erarbeitet und der Politik vorgelegt. (BS)

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