Schülerunion: Gemeinsamer Schulstart wieder am Mittwoch!

Wiederholungsprüfungen parallel zum Schulbetrieb erzeugen negatives Klassenklima

Wien, 3. September 2012 (OTS) - Nicht alles, was neu ist, ist gut! Dieser Satz trifft besonders auf die Änderung des Schulstarts zu, welche im Jahr 2005 (damals noch schulautonom zu regeln) beschlossen wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden am Montag und Dienstag die Nachprüfungen abgehandelt und am Mittwoch begannen dann alle Klassen in ihrer endgültigen Zusammenstellung gemeinsam das neue Jahr.

"Die Umstellung des Schulbeginns für alle Schüler von Mittwoch auf Montag hatte von Beginn an massive negative Auswirkungen auf das Klassenklima", prangert Bundesobmann Daniel Perschy an. "Für Schüler, die eine Nachprüfung machen müssen, ist die bestehende Regelung mit vielen Problemen verbunden, besonders wenn sie die Nachprüfung nicht bestehen."

Birgit Satke, Leiterin der Jugend Telefonhotline "Rat auf Draht" schildert: "Die Verlegung des Schulstarts ging damals auch an uns nicht spurlos vorüber, die Anrufe bezüglich dieser Thematik häuften sich tatsächlich. Man muss sich vorstellen, dass eine Wiederholungsprüfung bzw. das Zittern ob man nun versetzt wird oder nicht für ein Kind bzw. einen Jugendlichen mit enormen Stress und großer Unsicherheit verbunden ist. Nach unserer Erfahrung ist, im Fall des Nicht-Bestehens, mit der momentanen Regelung ein geordneter und entspannter Übertritt in die neue Klasse schwierig!"

Um ein Bild der aktuellen Situation zu geben: Momentan werden die Wiederholungsprüfungen am Montag und Dienstag abgelegt, während die restlichen Schüler und Lehrer bereits den Schulbetrieb aufnehmen. Wenn ein Schüler nun beispielsweise die Wiederholungsprüfung nicht besteht, und sich daher emotional in einem Ausnahmezustand befindet, wird er direkt aus der belastenden Prüfungssituation in die neue Klassensituation hineingeworfen.

"Die momentane Regelung ist für einen Schüler, bei dem die Wiederholungsprüfung nicht gut verlief, untragbar. Nach einer solchen Niederlage ist es keinesfalls das Richtige sofort in die neue Klassengemeinschaft, in der der Schüler sein Platz erst finden muss, gezwungen zu werden", erklärt Perschy. "Oftmals sind die Schüler emotional aufgelöst und nicht wirklich in der Lage sich sofort mit dem neuen Umfeld zu befassen. Ein harmonischer, gemeinsamer Start ins Jahr ist durch die momentane Regelung nicht möglich."

Zusätzliches Manko: Lehrer insbesondere Klassenvorstände, sind durch die Nachprüfungen ebenfalls verhindert und können so ihre Unterrichtsverpflichtung nicht wahrnehmen. Von einer Unterrichtsgarantie kann also an diesen ersten beiden Schultagen keine Rede sein, da mehr oder weniger organisiertes Chaos herrscht und viele oftmals Klassen nicht von den eigentlich zuständigen Lehrpersonen betreut werden.

Die Schülerunion ist die größte Interessensvertretungsorganisation für Österreichs Schüler. Über 30000 Mitglieder vernetzen sich, um sich auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene für eine Verbesserung der Schule auf Basis der Schülerinteressen einzusetzen. Entsprechende Forderungen bringt die Schülerunion zusätzlich im Rahmen der Bundesschülervertretung (BSV) in der sie im kommenden Schuljahr 27 von 29 Mandaten hält.

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