Land Kärnten und Ingrid Flick schaffen neuen Radweg am Wörthersee und öffentlichen Seezugang für die Bevölkerung

Maria Wörth (OTS) - Heute, Freitag, 31. August 2012, fand in Maria Wörth auf Einladung der Kärntner Landesregierung hin eine Informationsveranstaltung für Anrainer statt, bei der das Projekt der geplanten Straßenverlegung der L 96 Wörthersee Straße (Wörthersee-Süduferstraße) vorgestellt und diskutiert wurde. Weitere Gespräche werden in naher Zukunft von den mit dem Projekt befassten Experten direkt mit den Anrainern, der Gemeinde, dem Tourismusverband und anderen Beteiligten geführt, um deren Anregungen in die weitere Planung einfließen lassen zu können.

Aus diesem Anlass erlaubt sich die Flick Family Office GmbH - im Namen von Frau Ingrid Flick - die Faktenlage zu dem Projekt zum derzeitigen Stand darzulegen:

Kurze Historie des Projektes:

Mit dem Land Kärnten und der Gemeinde wurde betreffend einer Verlegung der Wörthersee-Süduferstraße Kontakt aufgenommen. Das Land Kärnten erklärte, insbesondere an der Errichtung eines durchgehenden Radfahrweges entlang der Wörthersee-Süduferstraße interessiert zu sein. Es wurde vom Land Kärnten wie auch von der Gemeinde zu einer Beiziehung eines technischen Straßenbaubüros geraten, bevor eine Stellungnahme abgegeben werden kann. Ingrid Flick hat sodann im Jahr 2010 eine technische Studie in Auftrag gegeben, um prüfen zu lassen, ob eine Verlegung der Wörthersee-Süduferstraße technisch möglich wäre. Dem Land Kärnten wurde die Studie nach Fertigstellung vorgelegt. In Folge dessen wurde eine Vereinbarung mit dem Land Kärnten über die weitere Vorgehensweise, Projektkosten und die Höhe der gegenseitigen Ablöse der Grundstücke getroffen. Diese Vereinbarung wurde mittels Beschluss der Kärntner Landesregierung am 10. Juli 2012 einstimmig genehmigt.

Die technischen Fragen:

Geplant ist die Verlegung der L 96 Wörthersee Straße im Abschnitt von KM 12,069 bis KM 12,836 um rund 100 Meter. Die betroffene Trasse hat eine Länge von rund 865 Laufmetern, von denen 168,5 Metern in einem Tunnel geführt werden, der nach neuestem Stand der Technik punkto Lärmschutz errichtet werden soll. Gleichzeitig wird ein neuer sicherer Radweg geschaffen, der - auch im Tunnel - baulich getrennt von der Straße verlaufen wird.

Tunnelabschnitt: Der Geh- und Radweg im Tunnel hat eine Breite von 3,50 m. Die Trennung zur Straße erfolgt über einen Randstein sowie einen zusätzlichen 75 cm breiten Sicherheitsstreifen. Auf diesem Sicherheitsstreifen werden 70 cm hohe Betonleitwände zur Trennung zwischen Fahrbahn und Geh- und Radweg situiert. Der Tunnel wird speziell im Bereich des Geh- und Radweges hell beleuchtet.

Derzeitige Straßenbreite: 6 m plus 30 cm Wasserrinne plus 1,50 m breiter Gehsteig.

Künftige Straßenbreite: 6,50 m, dann 1 m breiter Grünstreifen, dann der 2,50 m breite Geh- und Radweg, welcher im Tunnelabschnitt auf eine Breite von 3,50 m ausgeweitet sein wird.

Die Vorteile

Die Radfahrsituation war an dieser Stelle der Süduferstraße bisher prekär und gefährlich. Mit dem neuen Radweg wird die bisherige Gefahrenstelle der nur sechs Meter breiten und aufgrund des schnurgeraden Verlaufes zum Rasen verleitenden Straße nachhaltig entschärft. Bei der Führung des Radweges wird ein möglichst geringes technisch machbares Gefälle angestrebt, um neben dem Sicherheitsaspekt auch bestmögliche Befahrbarkeit sicherzustellen. Im Tunnel wird der Radweg in einem getrennten Bereich verlaufen, der für den Aufenthalt von rund 30 Sekunden (bei einer durchschnittlichen Radfahrgeschwindigkeit von 20 km/h) optimal beleuchtet und belüftet sein wird. Ohne die Mitwirkung von Frau Flick wäre die Errichtung eines Radweges auf diesem Straßenabschnitt nicht möglich.

Eine Aussichtsplattform bei KM 12,209 bietet Radfahrern und Spaziergängern einen neuen Rastplatz mit einem ungestörten Blick auf den Wörthersee. Derartige Aussichtsmöglichkeiten bestehen aufgrund der Straßenlage und dem Bebauungszustand derzeit nicht und könnten ohne private Mitwirkung auch nicht errichtet werden. Weiters wird ein - für die Öffentlichkeit frei zugänglicher - Badeplatz mit einer Uferlänge von rund 30 Metern von Frau Flick gratis zur Verfügung gestellt. Die Öffentlichkeit bekommt somit in einem Bereich freien Zugang zum See, der aufgrund der bestehenden Seeliegenschaften derzeit den privaten Grundstücksbesitzern vorbehalten ist.

Mit der Verlegung der Straße wäre für Frau Flick und ihre Familie die Möglichkeit geschaffen, die beiden durch die derzeitige Straße getrennten Grundstücke zusammenzuführen.

Die Finanzierung des Projektes:

Insgesamt werden seitens Ingrid Flick 5,5 Mio Euro in das Projekt investiert: Einerseits übernimmt Flick zur Gänze die auf rund 4 Mio. Euro geschätzten Kosten für die Trassenverlegung, den neuen Radweg, die Aussichtsplattform und den Badeplatz. Andererseits kauft sie (und nicht die Flick Privatstiftung) dem Land Kärnten ein Grundstück in Größe von rund 6.000 m2 zum Preis von 1,5 Mio. Euro ab. Der Preis für diese Grundstücke (250 Euro/m2), auf denen derzeit die Straße verläuft, wurde von einem gerichtlich zertifizierten Sachverständigen als für das Straßengrundstück angemessen ermittelt. Im Gegenzug verkauft Frau Flick jenen Teil ihres Grundstückes, der in Zukunft als neue Trasse fungieren soll (rund 11.500 m2) dem Land zum günstigen Preis von nur 2,50 Euro/m2. Das Land erwirtschaftet damit in Summe ca. 1,47 Millionen Euro und erspart sich die Kosten für den Bau eines Radweges in diesem Straßenabschnitt. Die Öffentlichkeit profitiert in Folge von dem privat finanzierten neuen Radweg, der Aussichtsplattform, dem neugeschaffenen öffentlichen Seezugang und trägt insgesamt keinerlei Kosten für die Verbesserung der Verkehrssituation durch die Trassenverlegung. Auch für die künftige Erhaltung der Straße und des Tunnels stellt Frau Flick einen zusätzlichen Betrag von 150.000 Euro zur Verfügung.

Was sind die weiteren Schritte?

Im nächsten Schritt werden direkte Gespräche von den mit dem Projekt befassten Experten mit den Anrainern, der Gemeinde, dem Tourismusverband und anderen Beteiligten geführt, um deren Anregungen in die weitere Planung einfließen zu lassen. Danach kommt es im Zeitraum von November 2012 bis April 2013 zu einem sogenannten Vorprüfungsverfahren durch die zuständigen Sachverständigen des Landes bzw. der Bezirkshauptmannschaft. Nach Abschluss der Vorprüfungen (ca. Mai 2013) mit allen beteiligten Behörden und Anrainern kann um die straßenbaurechtliche Genehmigung angesucht werden. Sobald ein positiver Bescheid vorliegt, erfolgt im Herbst 2013 eine Ausschreibung der Bauarbeiten durch das Land Kärnten. Baubeginn wäre somit voraussichtlich Winter 2013, geplante Fertigstellung 2014.

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