• 30.08.2012, 11:06:03
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Österreichs erste inklusive AHS Oberstufe startet

Diakonie fordert gemeinsames Lernen für alle Jugendlichen mit und ohne Behinderung auch nach dem 9. Schuljahr

Utl.: Diakonie fordert gemeinsames Lernen für alle Jugendlichen mit
und ohne Behinderung auch nach dem 9. Schuljahr=

Wien (OTS) - Mit dem 10.September, dem Tag des Schulbeginns im
Westen Österreichs, eröffnet die Diakonie in Salzburg die erste AHS
Oberstufe, in deren Klassen Jugendliche mit und ohne Behinderung
gemeinsam unterrichtet werden.

Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich, freut sich,
dass dieser Schulversuch nun ermöglicht wurde und betont:
"Jugendliche mit und ohne Behinderungen erwerben in der Oberstufe
all jene Kompetenzen, die ihnen später den Einstieg in das
Berufsleben ermöglichen."

"Wichtig ist", betont Diakonie Direktor Chalupka "dass es sich
bei dieser inklusiven Oberstufe nur um einen Schulversuch handelt.
Das generelle Recht auf inklusive Schule bis 18 Jahre ist noch nicht
umgesetzt obwohl die "UN Konvention über die Rechte von Menschen mit
Behinderung" dies fordert".

Aus diesem Grund fordert die Diakonie von der österreichischen
Bundesregierung das sofortige Recht auf inklusive Bildung für
Schülerinnen und Schüler in allen Schulen und auf allen Schulstufen
in Österreich, also auch nach dem neunten Pflichtschuljahr.

"Wir unterrichten und betreuen Kinder mit und ohne Behinderung
gemeinsam, und sehen Inklusion als einen Prozess, der auf die
Diversität der Bedürfnisse der SchülerInnen eingeht", erklärt Eva
Kothbauer, Geschäftsführerin des Diakonieverein in Salzburg.

In allen Schulen der Diakonie in Salzburg und besonders auch in
der neuen inklusiven Oberstufe werden die Rahmenbedingungen für das
Lernen an die unterschiedlichen Lernstile und auf die Bedürfnisse
der SchülerInnen angepasst. "Dadurch ist es für alle Schüler und
Schülerinnen einfacher, sich am Lernprozess zu beteiligen, und alle
erreichen ihre Lernziele wesentlich leichter", so Kothbauer. Weiter
führt Kothbauer aus: "So kommt Inklusion allen SchülerInnen zugute,
auch jenen ohne intellektuelle Behinderung, und eine bisweilen
befürchtete Nivellierung nach unten findet nicht statt."

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