• 30.08.2012, 09:17:03
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ÖAMTC testet zehn Notbremsassistenten: Drei "sehr gut", kein "nicht genügend" (+ Fotos, + Grafik)

Club fordert serienmäßig eingebaute Notbremsassistenten für alle Pkw

Utl.: Club fordert serienmäßig eingebaute Notbremsassistenten für
alle Pkw=

Wien (OTS) - Auffahrunfälle zählen zu den häufigsten Malheuren im
Straßenverkehr. "Ursachen für einen Crash ins Heck des
Vorausfahrenden sind meist Unachtsamkeit des Lenkers, zu hohe
Geschwindigkeit oder zu geringer Abstand", erklärt ÖAMTC-Techniker
Steffan Kerbl. Notbremsassistenten oder "Advanced Emergency Braking
Systems" (kurz: AEBS) können helfen, die Folgen einer solchen
Kollision zu mildern. Im besten Falle können sie Auffahrunfälle
sogar ganz verhindern.

"In Zusammenarbeit mit seinen europäischen Partnerclubs hat der
ÖAMTC zum zweiten Mal nach 2011 die Notbremsassistenzsysteme in
verschiedenen Fahrzeugklassen unter die Lupe genommen. Überprüft
wurde, wie stark die Assistenten die Aufprallgeschwindigkeit
reduzieren können und wie effektiv der Fahrer vor einer Kollision
gewarnt wird", berichtet der ÖAMTC-Experte. Das Ergebnis: Mit Hilfe
aller getesteten Systeme können die Folgen eines Auffahrunfalls
signifikant gemildert werden. Der ÖAMTC fordert daher den
serienmäßigen Einbau von Notbremsassistenten in allen Neuwagen.

Viele Hersteller haben ihre Notbremssysteme nach dem ÖAMTC-Test
im vergangenen Jahr stark weiterentwickelt. "Insbesondere BMW, 2011
mit dem 5er noch auf dem vorletzten Platz, konnte zulegen und stellt
diesmal mit dem 7er den Testsieger. Knapp dahinter folgen mit dem
Mercedes C350 und dem Volvo V40 zwei Fahrzeuge, deren
Notbremsassistenten ebenfalls mit 'sehr gut' bewertet wurden", zeigt
sich der ÖAMTC-Techniker erfreut. Mit "gut" wurden die Systeme im VW
Touareg, im Audi A6 quattro und im Lexus GS 250F Sport beurteilt.
Opel Insignia, Honda Civic und Mercedes B180 schnitten mit
"befriedigend" ab. Auf dem zehnten und letzten Platz reiht sich der
Ford Focus ein. Dessen Notbremssystem wurde als einziges mit
"genügend" beurteilt. Der Grund: Eine autonome Bremsung wird nur
eingeleitet, wenn der Fahrer den Fuß vom Gas nimmt.

Jeder abgebaute Stundenkilometer zählt

Notbremsassistenten sollen unterstützend eingreifen bevor es zu
einem Auffahrunfall kommt. "Die Systeme erkennen mittels Sensoren
und Kameras vorausfahrende Fahrzeuge und warnen den Fahrer vor
drohenden Kollisionen. Reagiert der Lenker nicht auf die Warnung,
leitet das System eine autonome Bremsung ein", skizziert der
ÖAMTC-Experte die grundlegende Funktionsweise. Dadurch wird die
Aufprallgeschwindigkeit reduziert und im Idealfall ein schwerer
Unfall völlig verhindert.

Die Ergebnisse des ÖAMTC-Tests gehen relativ weit auseinander.
Dennoch erhöhen alle getesteten Systeme die Sicherheit signifikant,
denn im Notfall kann jeder abgebaute Stundenkilometer lebensrettend
sein. Selbst eine geringe Abnahme der Kollisionsgeschwindigkeit mit
Hilfe eines Assistenten ist also erstrebenswert. Das heißt aber
nicht, dass ein Notbremsassistent einen aufmerksamen Fahrer ersetzen
kann. "Trotz moderner Technik im Fahrzeug sollten genügend Abstand
zum Vordermann und eine defensive Fahrweise selbstverständlich sein.
Damit ist schon ein großer Beitrag zur Verkehrssicherheit
geleistet", so der abschließende Appell des ÖAMTC-Technikers.

Aviso an die Redaktionen:
Bildmaterial und eine Grafik zu dieser Aussendung sind unter
www.oeamtc.at/presse abrufbar. Infos zu allen Tests des ÖAMTC findet
man unter www.oeamtc.at/tests.

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