"Österreich": Kanzler Faymann für längere Laufzeit bei Griechenland-Krediten

Kanzler fordert in "Österreich"-Interview: "Strikte Einhaltung der Reform-Vereinbarungen, dann ist Fristerstreckung möglich!"

Wien (OTS) - Als erster Regierungschef in Europa spricht sich Österreichs Kanzler Werner Faymann jetzt klar für eine längere Rückzahlungsfrist der Griechen bei ihren Krediten aus. Allerdings fordert Faymann im Gegenzug dazu eine strikte Einhaltung der mit der EU vereinbarten Spar- und Reform-Vereinbarungen durch Griechenland.

Faymann morgen in einem autorisierten Interview mit der Sonntags-Ausgabe vón "ÖSTERREICH": "Ich sehe gute Chancen, dass die Griechen sich an ihre Vereinbarungen mit der EU halten, dafür aber mehr Zeit für die Rückzahlung ihrer Schulden bekommen."

Auf die Frage, ob er damit einen Kredit-Aufschub für Griechenland befürworten würde, antwortet Faymann in ÖSTERREICH: "Das Wichtigste ist, dass die Griechen ihre mit der EU vereinbarten Reformen und Sparziele einhalten. Wenn das garantiert ist, befürworte ich einen Aufschub bei der Rückzahlung. Das kann ein Aufschub von zwei oder drei Jahre sein - das sollen die Experten entscheiden. Die Krise und Arbeitslosigkeit in Griechenland ist so groß, dass die Griechen die Rückzahlung ihrer Kredite ohne Zahlungs-Aufschub nicht schaffen werden."

Der Kanzler weiter im "ÖSTERREICH"-Interview: "Wer sagt, dass der Rauswurf der Griechen aus dem Euro billiger wäre als ein Zahlungs-Aufschub, der lügt."

Ein Ende der Währungsunion wäre für Österreich extrem gefährlich, betont der Kanzler im "ÖSTERREICH"-Interview: "Wenn der Euro wegfällt, brechen unsere Exporte ein - damit explodiert die Arbeitslosigkeit, sinken die Löhne. Wer das will, sägt den Ast ab, auf dem wir erfolgreich sitzen."

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