ANSCHOBER: 4 statt 12 Jahre - Europas größtes Hochwasserschutzprojekt wird heute nach Rekordbauzeit eröffnet

Oberösterreich (OTS) - "Viele Jahrzehnte hindurch wurde das Machland immer wieder von dramatischem Hochwasser schwer beschädigt. Nun sind 22.000 Bewohner nach menschlichem Ermessen sicher. Und das nach einer Rekordbauzeit von knapp vier Jahren", freut sich der für Oberösterreichs Hochwasserschutz verantwortliche Landesrat Rudi Anschober.

"Seit Ende 2003 trage ich die Verantwortung für den Hochwasserschutz in Oberösterreich. Seither haben wir das größte Schutzprogramm der Landesgeschichte mit über 800 geplanten Projekten gestartet, das zu zwei Drittel bereits jetzt fertig gestellt ist. Der Machlanddamm ist das 501. seither fertig gestellte Schutzprojekt. Es ist also eines von vielen, aber ein einzigartiges Hochwasserschutzprojekt: mit knapp 37km Länge der größte in Europa, mit einer prognostizierten Bausumme von 182,6 Millionen Euro eine große Finanzanstrengung, die nur durch die tolle Zusammenarbeit von Infrastrukturministerium, Land und Gemeinden geschafft werden konnte, er ist durch einen im Rahmen des Machlanddammes verwirklichten, 9km langen neuen Nebenarm der Donau und größtmöglichen Retentionsflächen ein naturnahes Schutzprojekt und seine Umsetzung hat der Region eine zusätzliche Wertschöpfung von 253 Millionen Euro und 2100 Jahresarbeitsplätze gebracht", so Anschober.

"Im Mittelpunkt steht aber natürlich die erstmals geschaffene Sicherheit und die damit verbundene neue Lebensperspektive für eine ganze Region, die 2002 einen Schaden von über 500 Millionen Euro erlitten hat. Die Hochwasserschutzprojekte sind Teil einer Anpassungsstrategie an die Klimaveränderung, denn durch die vom Menschen erzeugte Klimakrise erhöht sich das Risiko von Hochwasserkatastrophen massiv. Genauso wichtig wie die Anpassung ist jedoch der Klimaschutz. Gerade der heurige Sommer hat uns gezeigt, wie dramatisch sich die Klimakrise bereits an vielen Teilen des Planeten auswirkt. Österreich leistet bisher seine Hausaufgaben für Klimaschutz nicht - wir brauchen daher bis Jahresende die Umsetzung des Klimaschutzgesetzes, eine Verkehrswende und endlich das Verwirklichen der Energiewende anstatt vieler schöner Worte darüber." so Anschober abschließend.

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