Alpbach - Karlheinz Töchterle: Brauchen optimale Rahmenbedingungen an Universitäten, um Erwartungen junger Menschen zu erfüllen

Wissenschafts- und Forschungsminister bei Eröffnung der Alpbacher Technologiegespräche - für vollwertige Anerkennung des Bachelors, maßvolle Bologna-Umsetzung und Zugangsregelungen

Alpbach (OTS) - "Wir brauchen optimale Rahmenbedingungen an Universitäten, um die Erwartungen junger Menschen an ihr Studium zu erfüllen", so Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle bei der heutigen Eröffnung der Alpbacher Technologiegespräche zum Thema "Erwartungen - die Zukunft der Jugend". Er appellierte, sämtliche Anstrengungen für die Anerkennung des Bachelors als vollwertiger Abschluss zu unternehmen, die Bologna-Reform maßvoll umzusetzen und den Universitäten Zugangsregelungen und damit das Leben ihrer Kapazitäten zu ermöglichen. Töchterle bekräftigte: "Ich möchte mehr Studierende, nicht weniger. Aber wir müssen zu einer besseren Verteilung kommen, um den jungen Menschen Lehre und Forschung in hoher Qualität zu ermöglichen."

Bisweilen würden Studierende an Universitäten gelockt, wo sie zum Teil unzumutbare Rahmenbedingungen vorfinden, verwies der Minister auf schlechte Betreuungsverhältnisse in stark nachgefragten Studien. "Diese Zustände in manchen Bereichen müssen wir schleunigst ändern", so Töchterle. "Sonst machen wir uns dreifach schuldig: an den Studieninteressierten, den Studierenden und am wissenschaftlichen Personal - sie alle leiden unter den schlechten Rahmenbedingungen", sagte der Wissenschaftsminister.

"Der Bachelor wird vielfach noch nicht als vollwertiger Abschluss akzeptiert. Politik und Öffentlichkeit müssen alles daran setzen, das rasch zu ändern", so der Wissenschaftsminister. Das gelte auch in der aktuellen Debatte der Ausweitung der rot-weiß-rot Karte auf Bachelor-Abschlüsse. "Wir müssen alles tun, damit der Bachelor-Abschluss ein vollwertiger Abschluss ist. Sonst muten wir jungen Menschen einen Abschluss zu, der nichts wert ist. Das kann es nicht sein." Bei der Bologna-Reform habe man "bisweilen zum Teil übers Ziel geschossen, aber strukturierte Programme haben auch Verbesserungen gebracht". Töchterle sprach sich für eine "maßvolle Umsetzung" aus.

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