Stellungnahme der ÖIAG zum aktuellen Rechnungshofbericht

Wien (OTS) - Die ÖIAG weist die Kritikpunkte des heute veröffentlichten Rechnungshofberichtes über die im Jahr 2001 erfolgte Privatisierung des Dorotheums entschieden zurück. Der vor über 11 Jahren erfolgte Privatisierungsprozess verlief professionell, ordnungsgemäß und stand im Einklang mit den EU-Privatisierungsrichtlinien.

Der durch die ÖIAG tatsächlich erzielte Verkaufserlös für das Dorotheum betrug nicht, wie im Bericht genannt EUR 70,6 Mio. sondern EUR 73,4 Mio. Dieser lag auch nicht wie erwähnt EUR 10 bis 20 Mio. unter einer Empfehlung der zuständigen Investmentbank, da für die Berechnung des Verkaufspreises im Zuge einer Privatisierung die Nettoverschuldung des zu veräußernden Unternehmens zu berücksichtigen ist ("Equity Value"). Tatsächlich lag der von der ÖIAG erzielte Erlös am oberen Ende der durch die Investmentbank empfohlenen Bewertungsbandbreite.

Die potentiell erzielbaren, steuerlichen Vorteile durch die Umwandlung des Dorotheums in eine GmbH & Co KG haben sich für die ÖIAG in einem deutlich höheren Verkaufspreis ausgewirkt.

Der Kritikpunkt des ungünstigen Verkaufszeitpunktes ist ebenfalls zurückzuweisen, da sich die zukünftigen Gewinnaussichten des Unternehmens über mehrere Jahre sehr optimistisch im erzielten Kaufpreis niedergeschlagen haben. Ein späterer Verkaufszeitpunkt hätte sich durch die 9/11 Krise massiv negativ auf den Verkaufspreis des Dorotheums ausgewirkt.

Die im Rechnungshofbericht erwähnten Privatisierungskosten von EUR 3,03 Mio. waren zum damaligen Zeitpunkt für eine internationale Transaktion dieser Größenordnung marktüblich und daher wirtschaftlich absolut vertretbar.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Industrieholding AG
Bernhard Nagiller
Unternehmenssprecher
Tel.: +43/1/711 14-240
Mobil: +43/664/134 03 33
Email: bernhard.nagiller@oiag.co.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0007