Leitner: Lebensmittel gehören auf den Teller, nicht in den Tank

Zunehmende Anbaufläche für Biosprit lässt auch Lebensmittelpreise anziehen

St. Pölten, (OTS/SPI) - "Lebensmittel gehören auf den Teller und nicht in den Tank. Zudem droht den Konsumentinnen und Konsumenten durch die Biospritbeimischung doppeltes Ungemach. Die Beimischung von Ethanol kostet Fördergelder aus Steuermitteln, die zunehmenden Anbauflächen für Biosprit schlagen sich auch bei den normalen Lebensmittelpreisen mit teils massiven Preissteigerungen nieder", steht Niederösterreichs Konsumentenschutzreferent LHStv. Dr. Sepp Leitner der Einführung von Biokraftstoffen mit großer Skepsis gegebenüber. Angesichts der Dürre in Amerika und auch teils schlechter Ernteerträge in Österreich ist die Diskussion über die Einführung von Biotreibstoffen wieder entflammt. Leitner:
"Lebensmittel in unseren Motoren zu verfeuern, wenn andererseits auf dieser Welt hunderte Millionen Menschen Hunger leiden, entspricht auch wirklich nicht akzeptablen ethischen Grundsätzen. Auch die von den Befürwortern angeführte positive Umweltbilanz ist zu hinterfragen, wenn auf anderen Kontinenten Regenwälder für den Anbau von Bioethanolpflanzen abgeholzt werden."

Die teils massiven Preissteigerungen von Lebensmitteln spüren die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher jeden Tag in ihren Geldbörsen. "Von Juni 2011 bis Juli 2012 sind die Kosten für einen durchschnittlichen Warenkorb der niederösterreichischen Konsumententestfamilie Hehal um 8,3 % gestiegen. Da geht es wirklich nur um Güter des täglichen Bedarfs, wie beispielsweise Gemüse und Obst, Fleisch und Backwaren sowie Toilettartikel. Die Preissteigerungen von Lebensmitteln sind also schon weit entfernt von Inflationsraten zwischen 2 und 3 Prozent, welche allgemein veröffentlicht werden. Grund dafür ist, dass in diesem Warenkorb auch Produkte, wie Elektrogeräte drinnen sind, die günstiger werden. Allerdings muss angemerkt werden, dass niemand tagtäglich Elektrogeräte kauft und hier doch die Statistik sehr verfälscht wird", so Leitner, der auch wieder die Forderung nach einem Teuerungsausgleichs auf Tapet bringt: "Kleine und mittlere Einkommen müssen entlastet werden. Es gibt leider immer mehr Menschen und Familien, die trotz Einkommens oder auch Pension ihr normales Leben nur mehr sehr schwierig oder auch gar nicht bestreiten können", so Leitner. (Schluss) fa

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