Augenoptiker und Optometristen: Kompetente Ansprechpartner bei Augenproblemen

Wien (OTS) - Mehr als die Hälfte der österreichischen Bevölkerung trägt ständig oder gelegentlich eine optische Brille. Ein knappes Drittel erwachsener Brillenträger schaffte sich in den letzten 12 Monaten eine neue Brille an. Immer mehr Fehlsichtige lassen sich ihre Brillenglaswerte direkt bei Augenoptikern und Optometristen vermessen. Letztere Berufsgruppe absolvierte neben der Meisterprüfung ein einschlägiges Studium zur Erkennung von Augenproblemen und Verordnung von Brillengläsern. Es ist daher nachvollziehbar, dass diese Berufsgruppe immer mehr zum ersten Ansprechpartner bei Augenproblemen wird. Betroffene Personen profitieren von kompetenter Beratung ohne Wartezeiten.

Der erste Weg zur Sehschärfenkorrektur führt meist zum Augenoptiker oder Optometristen

In einer Aussendung der Ärztekammer vom 20.08.2012 wird darauf hingewiesen, dass bei einer Sehschärfenkorrektur der erste Weg zum Augenoptiker führt. Wiederholt wird in diesem Zusammenhang argumentiert, dass kommerzielle Interessen im Mittelpunkt stünden. Den Spagat zwischen gesamtheitlicher Betreuung und dem Weg des Miteinanders über den Vorwurf der Bequemlichkeit oder nicht warten wollender PatientInnen zu beherrschen, lehnen wir grundsätzlich ab, betont Fachgruppenobmann Anton Koller. Augenoptiker und Optometristen haben ein ureigenes Interesse, Augenvermessungen und Untersuchungen korrekt durchzuführen. Nur ein zufriedener Kunde kommt immer wieder. Langfristig ist erst damit ein wirtschaftlicher Erfolg gewährleistet. Dies gilt auch für Augenärzte.

Der Kernbereich ärztlicher Versorgung ist per Gesetz definiert und abgegrenzt. Ebenso die Ausübungsrechte der Augenoptiker und Optometristen im Rahmen der Brillenglasbestimmung oder Kontaktlinsenanpassung. Festzuhalten ist, dass der Optometrist aufgrund seiner Ausbildung gesetzlich dazu verpflichtet ist, einen Teil des Gesamtsystems "Auge" zu überprüfen. Ausbildungscurricula in Verbindung zu kommerziellen Interessen zu diskreditieren oder mit zweierlei Maß zu messen, verunsichert PatientInnen und lässt Präventionsmaßnahmen im Keim ersticken. Im Zuge einer Brillenglasbestimmung erheben Augenoptiker und Optometristen auch über die Brillenkorrektur hinausgehende Augen-Fakten. Bei Verdacht auf eine Augen- oder Systemerkrankung erfolgt eine Überweisung an den zuständigen Facharzt. Für Augenoptiker und Optometristen ist es sowohl eine ethische als auch gesetzliche Pflicht, ihre Kunden bei Erkennung nicht physiologischer Zustände zum Facharzt zu überweisen.

Die Fachkompetenz überzeugt

Das Berufsbild des Augenoptikers und Optometristen basiert auf einer fundierten Ausbildung mit mehrjähriger professioneller Erfahrung und Weiterbildung. Unser Verständnis von einem Miteinander beginnt bereits bei dem Erstgespräch mit jedem/r Betroffenen. Es dient der Orientierung, Optimierung und berufsübergreifenden Koordination. Unser Ziel ist eine ressourcenorientierte und kosteneffiziente Prävention und Versorgung der Sehkraft. Nach wie vor gefragt ist ein Paradigmenwechsel in Richtung sozialwirtschaftlicher Effektivität. Die gegenseitige Anerkennung zur Sicherstellung einer ganzheitlichen Versorgung mündiger PatientInnen steckt noch immer in den Kinderschuhen, bedauert Koller. Das Potenzial und notwendige Ausmaß patientenzentrierter Beziehungen zu erkennen, ist sowohl vertrauensfördernd, als auch Basis jeglicher Kommunikation. Ein effektvolles Miteinander bedeutet, gesundheitsbezogene Alternativen aufzuzeigen, fördernde Maßnahmen zuzulassen und die Entscheidung letztendlich mündigen Betroffenen zu überlassen.

Rückfragen & Kontakt:

Anton Koller, MSc. Clinical Optometry, Fachgruppenobmann
Fachgruppe Wien der Gesundheitsberufe / Augenoptiker und Hörakustiker
Tel.: 01/51450-2208

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