Ottakringer Straße Neu: Startschuss für Oberflächengestaltung

Mehr Platz, mehr Bäume, mehr Sicherheit - Bauarbeiten werden bis Juni 2013 dauern

Wien (OTS) - Geplant mit den BürgerInnen, wird nun die Aufwertung der Ottakringer Straße zwischen Gürtel und Nattergasse in Angriff genommen. Die Verlegung einer Fernwärmeleitung sowie die Mittel aus der EU-Strukturförderung (nur mehr bis 2013 möglich) ermöglichen diese neuen Perspektiven für die Ottakringer Straße. Am 23. August erfolgte der Startschuss für die neue Oberflächengestaltung der Straße. Die Umgestaltung des "Aushängeschilds" von Ottakring und Hernals wird rund ein Jahr dauern. Die gesamte Straßenoberfläche und Beleuchtung werden im Zuge der Bauarbeiten bis etwa Juni 2013 erneuert, aber auch die Verkehrsorganisation wird - hier vor allem für RadfahrerInnen und FußgängerInnen - bedeutend verbessert. "Die Neugestaltung bringt mehr Lebensqualität für Ottakring und Hernals, aber auch für die BürgerInnen von ganz Wien, für die diese Gegend immer mehr zum Anziehungspunkt wird", so Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, Ilse Pfeffer, Bezirksvorsteherin von Hernals und Franz Prokop, Bezirksvorsteher von Ottakring unisono. "Wir haben hier einen sehr, sehr guten Weg beschritten. Die Beiträge der BürgerInnen waren von zentraler Bedeutung und dienten als Grundlage für die gesamte Planung."

Bezirksvorsteherin von Hernals Ilse Pfeffer: "Für mich liegt der besondere Wert der Umgestaltung der Ottakringer Straße darin, dass vor allem die Bedürfnisse der Fußgänger wesentlich berücksichtigt werden, denn wir alle sind Fußgänger egal mit welchem Verkehrsmittel wir uns sonst fortbewegen. Im Mittelpunkt stehen daher neue gesicherte Fußgängerquerungen, mehr Verkehrssicherheit, neue Bäume. Trotzdem war es wichtig den Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer Rechnung zu tragen, somit wurden auch die Autofahrer nicht verbannt, aber auch die Radfahrer berücksichtigt. Durch die aktive Beteiligung von mehr als 250 BürgerInnen wurde gewährleistet, dass nicht an den Anrainern vorbeigeplant wurde."

"Die Ottakringer Straße ist als Ort der Nahversorgung und des öffentlichen Lebens für die Lebensqualität der hier wohnenden und arbeitenden Menschen von großer Bedeutung. Im Zusammenhang mit dem erfolgreichen Aufwertungsprozess Brunnenviertel ist die von den BürgerInnen mit geplante Neugestaltung der Ottakringer Straße ein weiterer wichtiger Schritt zur Attraktivierung des Gründerzeitviertels im 16. Bezirk", freut sich Bezirksvorsteher Franz Prokop.

Mehr Platz, mehr Bäume und mehr Sicherheit soll die Ottakringer Straße Neu den WienerInnen bringen. Geplant wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit den BürgerInnen. In einem umfassenden Beteiligungsprozess wurden im Dialog mit der ansässigen Bevölkerung Rahmenbedingungen und Ideen gesammelt, an denen sich die Umgestaltung nun orientiert.

Im Einzelnen sind folgende Maßnahmen vorgesehen:

ehr Platz für FußgängerInnen am Gehsteig - zusätzliche Querungen

Der Gehsteig wird nahezu durchgehend an beiden Häuserfronten verbreitert und im Bereich der einmündenden Seitengassen durchgezogen (bis auf jene Kreuzungsbereiche, die lichtsignalgeregelt werden). Gehsteigabsenkungen sowie taktile Blindenleitsysteme sind ebenfalls vorgesehen. Zusätzliche Querungsmöglichkeiten können an folgenden Örtlichkeiten realisiert werden:

- im Bereich Ottakringer Straße/Veronikagasse Fahrbahnteiler ohne Schutzweg) - im Kreuzungsbereich der neuen Haltestellen:
Yppengasse/Helblinggasse und Deinhardsteingasse/Frauengasse aufgrund der Einengung der Fahrbahn wird die Querungslänge der FußgängerInnen erheblich verkürzt.

Neue Bäume, neue Sitzbänke, neue Beleuchtung

Die Gestaltung sieht vor, durch die Verbreiterung der Gehsteige und durch die Errichtung von Gehsteigvorziehungen Aufenthaltsbereiche zu schaffen, die unterschiedlich ausgestaltet werden können, unter anderem:

- mit entsprechender Materialwahl bei den Straßenbelägen (Pflasterungen anstatt Asphaltierung) - mit der Pflanzung von ca. 23 neue Bäumen - mit der Aufstellung von ca. 14 Pflanzentrögen - mit der Errichtung von Sitzbänken im Bereich der geplanten Bäume - mit der Realisierung von Trinkbrunnen und City Lights - mit entsprechender Ausleuchtung der Aufenthaltsbereiche durch ansprechende Kandelaber

Die bereits vorhandenen Schanigärten wurden ins Gestaltungskonzept integriert und konnten zum Großteil aufgewertet werden.

Neue Führung von motorisiertem Individualverkehr und öffentlicher Verkehr

Grundsätzlich wird der MIV mit dem ÖV stadtauswärts gemeinsam geführt. Eine getrennte Führung ist in den Abschnitten zwischen der Helbinggasse und der Bergsteiggasse sowie zwischen der Steinergasse und der Kalvarienberggasse vorgesehen (wegen der vorhandenen notwendigen Abbiegerelationen). Stadteinwärts wird der MIV vom ÖV fast zur Gänze gemeinsam geführt. Wegen des vorhandenen Rückstaus vom Gürtel in der Spitzenstunde, erfolgt ab der Yppengasse bis zum Hernalser Gürtel eine getrennte Führung.

Die zwei neuen Straßenbahnhaltestellen werden als Haltestellenkaps errichtet. Lediglich die vorhandene Station stadtauswärts bei der Frauengasse bleibt in ihrer bisherigen Form bestehen. Sämtliche Stationen werden mit Wartehäuschen und Fahrgastanzeige versehen.

Durchgehender Radstreifen auf beiden Seiten

Im gesamten Projektbereich ist in beide Fahrtrichtungen ein durchgehender Radfahrstreifen von jeweils einem Kilometer Länge vorgesehen. Zur Verbesserung des Komforts sind acht neue Fahrradabstellanlagen vorgesehen, ein City-Bike-Standort soll im Kreuzungsbereich Ottakringer Straße/Brestelgasse eingerichtet werden.

Verkehrsmaßnahmen während des Umbaus

Auf die gesamte Baudauer wird die Ottakringer Straße von Nattergasse bis und in Richtung Hernalser Gürtel grundsätzlich als Einbahn geführt. Während der Bauarbeiten kommt es abschnittsweise und je nach Baufortschritt zu einer Vollsperre in der Ottakringer Straße - die Einbahnführung wird daher jeweils örtlich umgeleitet. Dadurch kann die Bauzeit äußerst gering gehalten werden. Der FußgängerInnen-Verkehr wird aufrechterhalten. Die Zufahrt für AnrainerInnen sowie Gewerbetreibende ist freilich gestattet, mit Beeinträchtigungen während der Bauzeit ist dennoch zu rechnen. Während der Arbeiten in den Haltestellenbereichen werden diese jeweils örtlich um wenige Meter verlegt.

Bauzeit: Mai 2012 bis Dezember 2012 - Arbeiten der Fernwärme Wien Mitte August 2012 bis Ende Juni 2013 - Arbeiten der MA 28

Beteiligte Dienststellen: MA 19, MA 28, MA 31, MA 33, MA 42, Wien Energie Fernwärme, Wien Energie Gasnetz

Projektkosten (Gesamt, brutto): ca. 6,2 Mio. EUR (Dieses Projekt wird von der EU kofinanziert.)

S E R V I C E - Weiterführende Informationen und eine Videoanimation zum Bauvorhaben gibt es im Internet unter
http://www.wien.at/verkehr/strassen/bauen/grossprojekte/ottakring.ht
ml

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Patrik Volf
Mediensprecher Vizebgmin Maria Vassilakou
Tel.: 01 4000 81693
Email: patrik.volf@wien.gv.at

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