Branchenbilanz der österreichischen Leasing-Gesellschaften zum ersten Halbjahr 2012

- 2,6 Mrd. Euro Neugeschäft im ersten Halbjahr - Einbußen in allen Sparten

Wien (OTS) - Die österreichischen Leasingunternehmen erzielten
mit 87.442 Neuverträgen ein Inlandsneugeschäft von 2,6 Mrd. Euro. Damit verzeichnete der österreichische Leasing-Markt im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 19,2 Prozent beim Neugeschäftsvolumen. Ursachen für den Rückgang gegenüber 2011 sind die zurückhaltende Investitionsneigung vieler Unternehmen aufgrund des unsicheren Wirtschaftsumfelds in Europa sowie das durch entsprechende Liquiditätskosten - vor allem im langfristigen Finanzierungsbereich - belastete Refinanzierungsumfeld.

"Die österreichische Leasingbranche wurde im ersten Halbjahr von der gestiegenen Unsicherheit der Unternehmen aufgrund der Eurokrise stark getroffen", erklärt Dr. Michael Steiner, Präsident des Verbandes Österreichischer Leasing-Gesellschaften (VÖL). "Positiv zu bewerten ist die konstante Entwicklung des KFZ-Leasings. Hier durfte man nach dem Rekordjahr 2011 nicht mit einer weiteren Steigerung rechnen. Umso mehr sind die erneuten Zuwächse im Fuhrparkmanagement klares Indiz dafür, dass neben der reinen Finanzierungsform zusätzlich angebotene Service-Dienstleistungen für Leasingnehmer verstärkt an Bedeutung gewinnen."

69,2 Prozent des Inlands-Neugeschäfts entfielen auf den Bereich KFZ-Leasing. Mit 79.303 neu abgeschlossenen Verträgen wurde ein Volumen von 1,8 Mrd. Euro erzielt. Das Gesamtvolumen vom ersten Halbjahr 2011 wurde um lediglich 0,6 Prozent verfehlt. Die durchschnittliche Vertragssumme stieg mit 22.461 Euro hingegen leicht an. Weiterhin wird ein Drittel aller neuzugelassenen Fahrzeuge in Österreich über Leasing finanziert. Einen anhaltend positiven Trend verzeichnet das Fuhrparkmanagement. Hier konnte das Neugeschäftsvolumen im Vergleich zum Vorjahresrekordwert erneut um 3,7 Prozent auf 303 Mio. Euro zulegen. Zusätzlich stieg die Anzahl der Fuhrparkneuverträge mit Finanzierung auf 12.709, ein Plus von 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Bestand an Fullservice-Leasingverträgen ist um 6,5 Prozent auf nunmehr 72.258 Fahrzeugen gestiegen.

Auf das Segment Mobilien - das sind Maschinen, Computer und andere Gebrauchsgüter - entfielen 22 Prozent des Inlands-Neugeschäfts. Hier generierten die österreichischen Leasing-Gesellschaften mit 8.062 Verträgen ein Gesamtvolumen von 566 Mio. Euro. Im Vergleich zur Vorjahresperiode wurden 14,9 Prozent weniger Neugeschäft erwirtschaftet. Positive Ausnahme war die Finanzierung von Computer & Büroequipment mit einem Plus von 7,2 Prozent.

Einen historisch einzigartigen Rückgang verzeichnet das Immobilien-Leasing mit einem Minus von 68,9 Prozent. In dieser Sparte setzte sich der negative Trend des zweiten Halbjahres 2011 fort. So wurde mit 77 Verträgen ein Neugeschäft von 226 Mio. Euro erreicht. Der österreichische Immobilienmarkt unterliegt erfahrungsgemäß starken Schwankungen. Neben der spürbaren Zurückhaltung bei neuen Immobilienprojekten der öffentlichen Hand im Zuge des Stabilitätspakts ist der Mangel an einzelnen Großprojekten für das deutliche Minus im ersten Halbjahr verantwortlich.

Rückfragen & Kontakt:

Verband Österreichischer Leasing-Gesellschaften
Mag. (FH) Wolfgang Steinmann, Generalsekretär
Tel.: (01) 714 29 40
E-Mail: w.steinmann@leasingverband.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VOG0001