VSStÖ ad Badelt: Das Gesetz gilt auch für Sie!

Badelts Forderung nach Masterbeschränkungen an der WU bedeutet Aus für ein Drittel der Bachelorabsolvent_innen

Wien (OTS) - "Eine Beschränkung der Masterstudien an der Wirtschaftsuniversität Wien auf nur noch 700 Plätze würde schon jetzt das Aus für ein Drittel aller WU-Bachelorabsolvent_innen bedeuten. Ganz abgesehen von der jährlich steigenden Zahl an Bewerber_innen auch anderer Hochschulen, die an der WU ihren Master machen wollen", so Jessica Müller, Bundesvorsitzende des Verband sozialistischer Student_innen (VSStÖ).

"Durch Zugangsbeschränkungen im Masterstudium wird der Bachelorabschluss zum Abschluss zweiter Klasse. Nur eine kleine Elite, die es sich finanziell und zeitlich leisten kann, wird ein Masterstudium beginnen können. Dabei ist der Bachelor in der Praxis nicht als Hochschulabschluss anerkannt. Eine derartige Regelung ist eine völlige Fehlinterpretation des Bologna-Prozesses und der Umstellung auf ein dreigliedriges Studium", so Müller weiter.

Gemäß § 64 Abs 5 Universitätsgesetz 2002 'ist sicher zu stellen, dass die Absolvierung eines Bachelorstudiums an der jeweiligen Universität jedenfalls ohne weitere Voraussetzungen zur Zulassung zu mindestens einem facheinschlägigen Masterstudium an dieser Universität berechtigt.' "Schon jetzt reizt Badelt alle Grenzen aus, um die Studierendenzahlen durch Zugangsbeschränkungen in den Masterstudien möglichst gering zu halten", erklärt Müller weiter. Bereits knapp die Hälfte der Masterstudien werden nur in englischer Sprache angeboten und dürfen somit als gesetzliche 'Ausnahme' beschränkt werden. Doch auch beim deutschsprachigen Angebot glänzt die Wirtschaftsuniversität mit kreativen Einführungsveranstaltungen in das Masterstudium, deren positive Absolvierung Voraussetzung für die Zulassung zu weiteren Lehrveranstaltungen ist. "Die aktuellen Praktiken der Wirtschaftsuniversität dürfen durch diesen Antrag auf Zugangsbeschränkungen nicht weiter legitimiert werden. Nach der Einführung autonomer Studiengebühren wäre das der nächste Anschlag auf die Studierenden in Badelts Amtszeit", so Müller abschließend.

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