GPA-djp-Proyer zu Kramer: Ex-WIFO-Chef bei aktuellen Lohn- und Gehaltsfragen uninformiert

Reformen der Gehaltssysteme in vielen Kollektivverträgen der Privatwirtschaft längst ein Thema

Wien (OTS/ÖGB) - "Bei allem Verständnis für die Forderung, dass in Sachen Beschäftigung älterer ArbeitnehmerInnen einiges nachzuholen ist, ist es doch eigenartig, den Sozialpartnern in Sachen Reform der Lohn- und Gehaltskurven vorzuwerfen, untätig gewesen zu sein", kontert der stv. Bundesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Karl Proyer, das heutige Kurier-Interview von Ex-WIFO-Chef Helmuth Kramer.++++

"Die Behauptung, dass die Frage der Abflachung von Lohn- und Gehaltssystemen nur im öffentlichen Dienst angegangen werde, entspricht schlicht nicht den Tatsachen. In maßgeblichen Bereichen der Industrie, des Finance-Bereiches, aber auch im Dienstleistungsbereich wurden bereits in den beginnenden neunziger Jahren neue Lohn- und Gehaltssysteme etabliert, die höhere Einstiegsgehälter, dynamischere Entwicklungen am Beginn von Dienstverhältnissen und folglich einen flacheren Einkommensverlauf vorsehen", so Proyer weiter.

"Freilich stehen wir nicht für Reformen zur Verfügung, die in Summe zu Lasten der Arbeitseinkommen gehen. Auch die von Kramer geforderte Knüpfung von Vorrückungen an Weiterbildungsmaßnahmen ist in vielen Kollektivverträgen der Privatwirtschaft, so zum Beispiel im gesamten Finance-Bereich, eine Realität. Die Frage der Beschäftigung älterer ArbeitnehmerInnen muss umfassend und auf vielen Ebenen betrachtet werden, die Lohn- und Gehaltsentwicklung ist dabei nur ein Faktor von vielen. Wir werden uns aber auch künftig um vernünftige Reformen von Lohn- und Gehaltssystemen im Interesse der Beschäftigten bemühen", so Proyer abschließend.

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