VP-Juraczka/Anger-Koch: Neue Ideen für die "Sportstadt Wien"

Wien (OTS) - "Der Slogan von der `Sportstadt Wien` ist angesichts der vorliegenden Tatsachen nicht haltbar. Das Angebot an Sportanlagen ist unzureichend und lässt ein von der ÖVP Wien bereits seit Jahren gefordertes Sportstättenkonzept notwendiger denn je erscheinen. Die Kooperation zwischen Bildungseinrichtungen und Sportvereinen ist ausbaufähig und nicht zuletzt besteht Handlungsbedarf im Bereich der Trainingsmöglichkeiten für Spitzensportler", so Landesparteiobmann Stadtrat Manfred Juraczka in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Sportsprecherin Gemeinderätin Ines Anger-Koch.

Sport ist nicht nur wichtiger Bestandteil für die Sozialisierung von Jugendlichen, er hat auch Bedeutung im Bereich gelungener Integration und ist natürlich gesundheitspolitisch von Relevanz. Nicht zuletzt ist Sport ein gewichtiger Wirtschaftsfaktor:
Berechnungen zufolge hängt jeder zehnte Arbeitsplatz in Österreich von Sportaktivitäten ab, nahezu ein Drittel der Erträge im Tourismus ist dem Sport zuzuordnen.

Sportstättenkonzept, multifunktionale Sporthalle und Schwimmsportzentrum für Wien

Wien bietet Spitzensportlern keine ausreichenden Trainingsmöglichkeiten, beispielhaft dafür das Stadthallenbad, die wichtigste Trainingsörtlichkeit der Wassersportvereine Wiens, das seit über einem Jahr renoviert wird und ein Ende bei weitem nicht absehbar ist. Hier wurde für keinen adäquaten Ersatz gesorgt und Wiens Schwimmerinnen und Schwimmer sahen sich gezwungen auszuweichen. Die Stadt verfügt zudem über keine Leichtathletikanlage, die modernsten Anforderungen des Spitzensports gerecht wird.

"Wir bezweifeln die von der Stadt beschriebenen `optimalen Trainingsbedingungen` für Fitness-, Gesundheits-, Schul- oder Profisport in Wien und fordern bereits seit Jahren ein Sportstättenkonzept für Wien. Es sollte endlich eine Analyse der Ist-Situation des Wiener Sportstättenwesens erstellt werden und darauf aufbauend ein Konzept für den Ausbau des Sportstättenwesens erfolgen", ergänzt Sportsprecherin Ines Anger-Koch.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft das Fehlen einer multifunktionalen Sporthalle, wie sie in nahezu allen Großstädten Europas vorhanden ist. Zusätzlich fordert die ÖVP Wien, gerade angesichts der unhaltbaren Trainingsmöglichkeiten bei den Wassersportlern, ein eigenes Schwimmsportzentrum für Wien.

Verstärkte Kooperation von Bildungseinrichtungen und Sportvereinen

Vereinzelte Programme und Initiativen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Zusammenarbeit von vorschulischen Betreuungseinrichtungen, Bildungseinrichtungen und Sportvereinen Stückwerk darstellt. So verfügen die öffentlichen Schulen über eine erhebliche Anzahl an Sportplätzen, deren Potential während des Jahres, vor allem aber in den Sommermonaten, nicht oder zu wenig genützt wird. Während hunderte Anfragen von Sportvereinen in städtischen Sporteinrichtungen abgewiesen werden und sich manche Sportvereine diese Anmietung gar nicht leisten können, stehen in vielen Schulen Turnsäle und Sportplätze leer. Die verstärkte Kooperation von Schulen mit Sportvereinen wäre als Ergänzung des schulischen Sportunterrichtes zu verstehen und könnte diesen unbefriedigenden Zustand beenden.

Die Forderungen der ÖVP Wien

- Trainingsmöglichkeiten und Infrastruktur: Wir fordern ein Sportstättenkonzept, die Errichtung einer multifunktionalen Sporthalle und den Bau eines Schwimmsportzentrums

- Bildungseinrichtungen und Sportvereine: Wir fordern die verstärkte Kooperation von Bildungseinrichtungen und Sportvereinen, so etwa die Nutzung von schulischen Sportstätten in den Sommermonaten

- Integration und Sport: Wir fordern die Förderung von Sportvereinen für deren Integrationsleistungen

- Sport in der Stadt: Wir fordern den Ausbau der öffentlichen Spiel- und Sportplätze und die Möglichkeit der Anmietung von Sportanlagen auch für jene Wienerinnen und Wiener, die keinem Sportverein angehören

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