Ausbau der Doktoratsausbildung nach FWF-Qualitätsmaßstäben

Zusätzliche 18 Millionen Euro vom BMWF für den FWF zum forcierten Ausbau der Doktoratsausbildung - gezielte Maßnahme zur Nachwuchsförderung und Schwerpunktbildung

Wien (OTS) - In einem gemeinsamen Pressegespräch gaben heute Bundesminister Karlheinz Töchterle und FWF-Präsident Christoph Kratky bekannt, dass dem FWF zusätzliche Mittel in der Höhe von 18 Millionen Euro für die nächste Stufe einer Forcierung der strukturierten Doktoratsausbildung und damit einer exzellenten Perspektive für angehende Wissenschaftler/innen in Österreich bereitgestellt werden.

"Mit den zusätzlichen 18 Millionen Euro kann der FWF bis zu 100 neue Stellen für Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen von Doktoratskollegs und damit rund 100 neue Arbeitsplätze für den wissenschaftlichen Nachwuchs schaffen. Wir setzen also gemeinsam mit dem Wissenschaftsfonds ein klares Signal für die Nachwuchsförderung an den Universitäten und bieten einen starken Anreiz zur Forcierung der Doktoratsausbildung auf hohem Niveau und nach internationalen Qualitätsstandards. Ich sehe hier einen starken Impuls für den Ausbau exzellenter Forschung durch junge Menschen in Österreich und zur Stärkung von Forschungsschwerpunkten an den Universitäten", so Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle.

"Wir haben im Jahr 2004 mit der Einrichtung der ersten FWF-Doktoratskollegs Pionierarbeit in Österreich für eine hochqualitative, strukturierte Doktoratsausbildung geleistet und es erfüllt mich mit Stolz, dass nicht zuletzt durch die erheblichen zusätzlichen Mittel diese Erfolgsgeschichte "Marke FWF" eine starke Forcierung durch Karlheinz Töchterle und sein Haus erfährt. Wir entwickeln die Programmidee weiter und schaffen neue Möglichkeiten für unsere Universitäten, sich im internationalen Wettbewerb um hervorragende Studierende erfolgversprechend zu positionieren", ergänzt Christoph Kratky in seiner Funktion als Präsident des Wissenschaftsfonds.

Doktoratskollegs sind Ausbildungszentren für den hoch qualifizierten akademischen Nachwuchs und verbinden Top-Forschung mit Top-Ausbildung durch Forschung. Es werden Talente gefördert, in dem sich Doktoratsstudierende als "Early stage researchers" durch die FWF-Finanzierung ganz auf ihre Forschung zur Erlangung ihres Doktortitels konzentrieren können. Der erfolgreiche Abschluss eines Doktorats, das sich an den internationalen Qualitätsstandards des jeweiligen Faches orientiert, ist die bestmögliche Voraussetzung für den Start in eine Karriere, in der Forschung eine zentrale Rolle spielt.

Alle heimischen Universitäten erhalten mit den zusätzlich zur Verfügung gestellten Mitteln die Chance, strukturierte Doktoratsprogramme in Form von Anträgen an den FWF zu entwickeln, die ihren strategischen Zielen und Schwerpunktsetzungen entsprechen.

Gegenwärtig existieren 32 FWF-Doktoratskollegs mit 379 Doktorats-Stellen, die vom Wissenschaftsfonds direkt finanziert werden. Angehörige der Universität Wien sind an 14 Doktoratskollegs beteiligt, gefolgt von der Universität Graz sowie der Medizinischen Universität Wien mit jeweils sechs und der Technischen Universität in Wien mit fünf Beteiligungen. Weitere 10 Universitäten sind bei der Betreuung der Doktorand/innen involviert.

Nachwuchsförderung in Wissenschaft und Forschung muss ein breites Spektrum abdecken. Neben den zusätzlichen Mitteln für die Doktoratsstellen zur Förderung in der Einstiegsphase wissenschaftlicher Karrieren wird das Wissenschaftsministerium im Herbst bei den Verhandlungen zu den Leistungsvereinbarungen mit den Universitäten auch die Schaffung zusätzlicher Laufbahnstellen mit Qualifizierungsvereinbarungen thematisieren. Dieser gezielte Schritt in der mittleren Karrierephase soll ergänzt werden durch weitere Professor/innenstellen, um Wissenschaftler/innen in anschließenden Karrierephasen verbesserte Perspektiven zu bieten.

Wissenschaft und Forschung müssen auch einer verbesserten Vereinbarkeit von Familie und Forschung Rechnung tragen. Nachwuchsforscher/innen brauchen optimale Rahmenbedingungen, etwa Kinderbetreuung vor Ort. Entsprechende Maßnahmen werden deshalb ebenfalls Gegenstand der Verhandlungen im Zuge der Leistungsvereinbarungen mit den Universitäten sein.

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