VSStÖ fordert die arbeitsrechtliche Gleichstellung von Studierenden aus Drittstaaten

Arbeitsbewilligung für Bachelor-Absolvent_innen ist wichtiger erster Schritt

Wien (OTS) - Der Verband Sozialistischer Student_innen in Österreich (VSStÖ) kann die ablehnende Haltung von Rudolf Hundstorfer gegenüber der Forderung der Österreichischen HochschülerInnenschaft nach einer arbeitsrechtlichen Erlaubnis für Drittstaatsangehörige auch schon bei einem Bachelor-Abschluss nicht nachvollziehen. "Die Akademiker_innenquote in Österreich ist viel zu niedrig. In dieser Hinsicht ist es absurd, dass Studierende, die einen Abschluss erlangen, keine Arbeitsbewilligung bekommen und somit zum Verlassen des Landes gezwungen werden", so Jessica Müller, Vorsitzende des VSStÖ.

"Die Voraussetzungen für den Bezug einer Rot-Weiß-Rot Card sind eine Farce. Durch die immer umfassenderen Zugangsbeschränkungen zum Master kommt nur mehr ein kleiner Teil der Studierenden zu einem entsprechenden Abschluss. Die Kriterien für den Erhalt einer Rot-Weiß-Rot Card gehen für Master- und Diplom-Absovent_innen außerdem weit an der arbeitsrechtlichen Realität vorbei. Die Jobs mit einem Einstiegsgehalt von 1903,50 Euro für Absolvent_innen existieren momentan nicht," so Jessica Müller. Außerdem müsse berücksichtigt werden, dass ein Drittel aller Studierender einer Erwerbstätigkeit nachgehen müsse, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. "Studierende aus Drittstaaten sind aufgrund des Arbeitsverbotes und der Studiengebührenpflicht massiven finanziellen Hürden ausgesetzt. Langfristig muss eine allgemeine Arbeitsbewilligung für Studierende das Ziel sein", fordert die VSStÖ-Vorsitzende.

"Es gibt hier noch wesentlichen Handlungsbedarf, eine Erlaubnis zum Bezug der Rot-Weiß-Rot Card für Bachelor-Absolvent_innen wäre hier ein erster Schritt, bei dem die SPÖ über ihren Schatten springen und zustimmen muss", so Jessica Müller abschließend.

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