GPA-djp-Katzian zu EU-Einkommensentwicklung: Umverteilung zu Arbeitseinkommen notwendig

Offensiven Weg in der Lohn- und Gehaltspolitik fortsetzen - Arbeit entlasten - Vermögen besteuern

Wien (OTS/ÖGB) - "Auch wenn die wissenschaftliche Basis der
gestern von der Schweizer Bank UBS veröffentlichten Einkommensstudie zum Teil zweifelhaft ist und vor allem der Zusammenhang mit der EURO-Einführung nicht nachvollziehbar ist, so zeigt sie doch, dass die Wohlstandszuwächse der letzten Jahren nicht bei den Menschen angekommen sind, wie es nötig und möglich wäre. Die Fakten bestätigen, dass die offensive Lohn- und Gehaltspolitik des Vorjahres in Österreich, angefangen von der Metallindustrie, völlig gerechtfertigt war, und wir diesen richtigen Weg fortsetzen werden", kommentiert der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Wolfgang Katzian.++++

"Die Fakten geben uns auch Recht, dass in der Steuerpolitik dringend eine Umorientierung weg von der Belastung des Faktors Arbeit, hin zu einer stärkeren Belastung von Vermögen nötig ist. Gute Lohn- und Gehaltabschlüsse verlieren ihre reale Wirkung, weil die steuerliche Belastung zu hoch ist. Es ist höchste Zeit, dass jene Bevölkerungsgruppen einen essentiellen Beitrag leisten, die in den letzten Jahren besonders stark profitiert haben, und das sind nachweislich die Besitzer großer Vermögen", so Katzian

"Hilfreich wäre es auch, wenn das Schweizer Bankinstitut, das noch vor kurzem mit Steuergeld gerettet wurde, Faktoren wie Vermögenskonzentration oder die Entwicklung von Managergehältern im Finance-Bereich kritisch analysieren würde, das ergäbe dann ein aussagekräftiges Gesamtbild und zeigt ganze die Problematik einer falschen Wirtschaftspolitik", regt Katzian an.

Konkret heißt das für die GPA-djp, im Herbst insbesondere in den Branchen des Dienstleistungssektors noch stärker die Anhebung der niedrigen Einkommen zu forcieren. "Es wäre beispielsweise im Handel höchste Zeit für ein Mindesteinkommen von 1.400 Euro", so Katzian abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Martin Panholzer
Tel.: 05 0301-21511
Mobil: 05 0301-61511
E-Mail: martin.panholzer@gpa-djp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0003