ORF eins gedenkt am 22. August des München-Attentats

Spielberg-Drama "München" und Dokumentation "Terror bei Olympia: München 72 - Die wahre Geschichte"

Wien (OTS) - Zehn Tage lang waren es Spiele der Superlative: Noch nie zuvor hatten so viele Nationen, so viele Sportler und so viele Zuschauer an Olympischen Spielen teilgenommen. Doch am 5. September 1972, vor fast 40 Jahren, sollte sich alles schlagartig ändern, als acht junge Palästinenser der Terrorgruppe "Schwarzer September" das israelische Mannschaftsquartier bei den Olympischen Sommerspielen in München stürmten, zwei Sportler töteten und neun weitere als Geiseln nahmen. Energiegeladen und voller Spannung erzählt Starregisseur und Oscar-Preisträger Steven Spielberg ("Schindlers Liste", "Der Soldat James Ryan") am Mittwoch, dem 22. August 2012, um 20.15 Uhr in ORF eins mit dem mehrfach Oscar-nominierten Katastrophenfilm "München" die Geschichte des israelischen Killerkommandos, das sich nach diesem Anschlag an die Fersen der Drahtzieher heftet: Kein Action-Blockbuster, sondern 160 Minuten intensives, sorgfältig reflektiertes Drama mit Tiefgang. Ein politisch brisantes, filmisch exzellent umgesetztes Hochspannungs-Kino mit einer Mischung aus historischen Figuren, fiktiven Charakteren und einer Topbesetzung:
Vor der Kamera standen u. a. Eric Bana ("Hulk", "Troja"), "James Bond" Daniel Craig, Oscar-Preisträger Geoffrey Rush ("Shine - Der Weg ins Licht"), Mathieu Kassovitz ("Die fabelhafte Welt der Amélie") und Moritz Bleibtreu ("Mein bester Feind"). Das Drehbuch stammt aus der Feder von Tony Kushner, Eric Roth und Charles Randolph.

Im Anschluss an das Spielberg-Drama folgt um 22.55 Uhr in ORF eins Uli Weidenbachs Dokumentation "Terror bei Olympia: München 72 -Die wahre Geschichte", die die Hintergründe des Attentats genauer beleuchtet.

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"München" (22. August, 20.15 Uhr, ORF eins)

Avner Kauffman (Eric Bana) ist vom israelischen Geheimdienst bestens ausgebildet und scheint für Sonderaufgaben prädestiniert. Dabei hat er eigentlich im Moment andere Gedanken, denn seine Frau Daphna (Ayelet Zurer) erwartet ein Baby. Aber just zu dem Zeitpunkt entscheidet Israels Ministerpräsidentin Golda Meir (Lynn Cohen), dass das Attentat der Palästinenser bei den Olympischen Spielen von München gerächt werden soll. Ein Mossad-Offizier namens Ephraim (Geoffrey Rush) tritt an Avner heran und betraut ihn mit der Mission: Gemeinsam mit einem Team soll er in Europa die elf Verantwortlichen aufspüren und liquidieren. Zögernd willigt Avner ein und macht sich mit seinem Team an die Arbeit. Dabei sind der knallharte, aus Südafrika stammende Fluchtwagenfahrer Steve Cake (Daniel Craig), der deutsche Jude Hans (Hanns Zischler), der als Fälscher großes Talent hat, der belgische ehemalige Spielzeugmacher Robert (Mathieu Kassovitz), der zum Sprengstoffexperten geworden ist und die Bomben für die Attentate bauen soll, und der ruhige und methodische Carl (Ciaran Hinds), dessen Job es ist, hinter den anderen "aufzuräumen". Avner und sein Team reisen von Genf über Frankfurt, Rom, Paris, Zypern und London bis nach Beirut und spüren nach und nach jeden einzelnen dieser Männer der geheimen Liste auf und töten sie. Unterstützung bekommen sie dann von dem mysteriösen Louis (Mathieu Amalric), der gemeinsam mit seinem Vater (Michael Lonsdale) dafür sorgt, dass Avner und sein Team die geheimen Aufenthaltsorte der Palästinenser erfahren.

"Terror bei Olympia: München 72 - Die wahre Geschichte" (22. August, 22.55 Uhr, ORF eins)

Auch 40 Jahre danach sind noch nicht alle Rätsel um das Olympia-Attentat in München und seine Hintergründe geklärt: Gab es wirklich keine Alternative zu dem fatalen Einsatz auf dem Flughafen Fürstenfeldbruck? 40 Jahre lang hieß es von offizieller Seite, die Bundesrepublik Deutschland wäre auf einen solchen Anschlag nicht vorbereitet gewesen. Im Licht neuer Erkenntnisse scheint dies nur die halbe Wahrheit zu sein. Regisseur Uli Weidenbach hat für die Dokumentation "Terror bei Olympia: München 72 - Die wahre Geschichte" Zeitzeugen getroffen, die behaupten, dass besser geschulte Kräfte bereit gewesen wären, einzugreifen. Ob sie das Leben der Geiseln hätten retten können, wird aber für immer ein Geheimnis bleiben.

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