Vorsicht bei Giftködern für Hunde

Der Verein Pfotenhilfe warnt vor Giftködergefahr

Wien (OTS) - Leider kommt es viel zu oft vor, dass Giftköder von Hundehassern ausgelegt werden. Diese können aber fatale Folgen haben, im schlimmsten Fall sogar den Tod des vergifteten Tieres. Der Verein Pfotenhilfe informiert, was zu tun ist, falls bei Ihrem Hund der Verdacht auf Giftköder besteht.

Wenn die Giftköderwarnung bereits aufrecht ist, ist es am besten, mit dem Hund nur mit Maulkorb außer Haus zu gehen. Viele Hunde empfinden diesen aber als unangenehm. Deshalb ist es von Vorteil, die Hunde von Anfang an spielerisch an den Maulkorb zu gewöhnen. Zu beachten ist dabei, dass der Maulkorb nicht unvermittelt über die Schnauze gestülpt wird, weil der Hund sonst traumatisiert werden könnte und mit großer Panik auf den Maulkorb reagiert.

"Es ist außerdem wichtig, den Hund bei Spaziergängen nie aus den Augen zu lassen und ihn gut zu beobachten. Normalerweise bemerkt der Hundehalter dann relativ schnell, wenn vom Vierbeiner etwas Außergewöhnliches aufgespürt wurde." erklärt Sonja Weinand, Sprecherin des Verein Pfotenhilfe. "Dann muss man äußerst aufmerksam sein, denn auch Essbares wie Knochen, Exkremente oder Verdorbenes können für den Hund sehr gefährlich werden."

Meistens ist es schier unmöglich, Hunden abzugewöhnen oder zu verbieten, Essensreste und andere für Hunde interessante Dinge zu bearbeiten. Oft bewirkt man dadurch nur, dass es vollkommen unmöglich wird, dem Hund das "Objekt der Begierde" wegzunehmen. Im Falle eines Giftköders kann das fatale Folgen haben. Am Einfachsten ist es, Ihrem Hund das Tauschen beizubringen. "Lernen Hunde, die gefundene "Beute" mit einem anderen, vielleicht sogar aus Hundesicht besseren Objekt zu tauschen, so verringert das die Gefahr, dass sie einen Giftköder fressen," so Sonja Weinand. Auch diese Lernmethode erfordert einige Vorarbeit, die jedoch das Leben des Tieres retten kann.

Wenn Sie bei Ihrem Hund plötzlich auftretende Krämpfe, Atemnot und Erbrechen feststellen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um eine Vergiftung handelt. Dann sollten Sie so schnell wie möglich den nächsten Tierarzt aufsuchen oder die mobile Tierrettung verständigen. Versuchen Sie nicht, das Tier selbst zu behandeln. Meist geht dadurch nur wertvolle Zeit verloren und der Zustand Ihres Lieblings verschlimmert sich. "Die Überreste des Giftköders selbst nehmen Sie am besten mit zum Tierarzt." rät Sonja Weinand.

Rückfragen & Kontakt:

Johanna Stadler, Obfrau Verein PFOTENHILFE info@pfotenhilfe.org
Tel.: 0664 / 122 10 51
www.pfotenhilfe.org

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