OONachrichten-Kommentar: "Sitzengeblieben", von Christoph Kotanko

Ausgabe vom 21. August

Linz (OTS) - Gerhard Köfer, die erste Eroberung Frank Stronachs
auf dem Feldzug gegen den Euro, hatte gestern Erklärungsnot. FPÖ und BZÖ wollten Köfer der Lüge überführen: Der habe als SP-Mandatar für die Euro-Rettung gestimmt. Köfers gewundene Erklärung: Er habe mehrere Punkte bejaht, sei aber beim entscheidenden Punkt sitzengeblieben.
Stronach ist mit knapper Not einer Blamage entgangen. Solche Situationen wird es noch mehrere geben. Aus zwei Gründen: Stronach stört die Kreise der etablierten Parteien, das BZÖ bedroht er existenziell. Da gibt es Gegenwind. Und er ist angreifbar wegen seiner Person und seiner Politik.
Claus Raidl sagt es im OÖN-Interview deutlich: Die Rückkehr zum Schilling, die Stronach propagiert, wäre ein folgenschwerer, teurer Fehler. Damit ist der Magna-Macher für Wirtschaftsleute schwer wählbar. Dabei sehnen sich viele in der Realwirtschaft nach einer vernünftigen Alternative zu den Traditionsparteien. Doch wenn Stronach so weitermacht, bleibt auch er sitzen.

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