RfW-BO Amann: Geplante ASchG-Novelle ist praxisfremd, nicht umsetzbar und bringt den Betrieben massive Zusatzbelastungen!

Die Ausweitung auf psychische Faktoren bringe Betrieben einen enormen finanziellen, zeitlichen & bürokratischen Aufwand, dessen Sinnhaftigkeit & Umsetzbarkeit "in den Sternen stünden".

Wien (OTS) - Die geplante Änderung des ArbeitnehmerInnenschutz-Gesetzes mit der Ausweitung der Fürsorgepflicht auf psychische Belastungen ist praxisfremd, nicht administrierbar und bringt den Betrieben einen unverhältnismäßig hohen Mehraufwand in vielerlei Hinsicht", so heute RfW-Bundesobmann Fritz Amann. "Diese Novelle ist in dieser Form abzulehnen!", so Amann weiter. Was hier von den Betrieben verlangt werde, sei die "Quadratur des Kreises". "Dass der Entwurf zu dieser Novelle auf einer Sozialpartnereinigung fußt, ist angesichts der absoluten "Unumsetzbarkeit" ein "Armutszeugnis" speziell für die handelnden Personen auf Seiten der Wirtschaft", so Amann.

Bereits im Juni habe sich der RfW-Bundesvorstand gegen die Ausweitung ausgesprochen. Gehe es nach der Novelle müssten die Unternehmen arbeitsbedingte psychische Belastungen erheben, von Experten beurteilen lassen und geeignete Maßnahmen umsetzen. Um genau festzustellen, welche Stressfaktoren einwirken könnten, müssten externe Arbeits- bzw. Organisationspsychologen eingesetzt werden. "Damit wird den Betrieben ein enormer finanzieller, zeitlicher und bürokratischer Aufwand aufgebürdet, dessen Sinnhaftigkeit und Umsetzbarkeit "in den Sternen stehen". Denn so individuell das Stressempfinden und die psychische Belastbarkeit des einzelnen - die zudem auch von der "Tagesverfassung" abhängen oder von privaten Faktoren -, so individuell - und eventuell jeden Tag anders - müssten die Maßnahmen sein. Wie soll das gehen?", so Amann.

"Zig Millionen haben die Unternehmen in die Sicherheit des Arbeitsplatzes und die Gesundheit der Mitarbeiter investiert. Arbeitsunfälle und langfristige Arbeitsausfälle konnten massiv und nachhaltig reduziert werden. Statt ein "Betriebe-Überforderungspaket" zu schnüren, wären die Vertreter der Wirtschaft in der Sozialpartnerschaft daher besser beraten, sich für eine Senkung der AUVA-Beiträge stark zu machen", fordert Amann.

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