Teil 2 der fünfteiligen "Universum"-Reise in den Südpazifik

"Ein Meer von Vulkanen" am 21. August um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Im zweiten Teil der fünfteiligen BBC-Serie "Der Südpazifik" zeigt "Universum" am Dienstag, dem 21. August 2012, um 20.15 Uhr in ORF 2 die Kräfte hinter der Entstehung Tausender Trauminseln: Vulkanismus ist in der Natur des Südpazifiks allgegenwärtig. Riesige Feuerberge durchbrechen den Meeresspiegel und glühendes Gestein zerspringt bei Wasserkontakt wie Glas - der vermeintlich stille Ozean befindet sich im permanenten geologischen Umbruch. Doch die Auswirkungen des Vulkanismus gehen über Lavafontänen und Gasexplosionen hinaus: So ermöglichen die kühlen Lavagrotten von Galapagos Pinguin-Küken, am Äquator aufzuwachsen, und die Großfußhühner auf den Salomon-Inseln nutzen die Erdwärme sogar, um ihre Eier ausbrüten zu lassen. Unglaubliche Bilder aus Flug- und Unterwasserkameras zeigen alle Stufen im Leben einer Südseeinsel -von ihrer spektakulären Entstehung als Feuerberg bis zu ihrem sanften Verschwinden inmitten eines Atolls. Martin Mészáros hat die Dokumentation von Chiara Bellati und Huw Cordey deutsch bearbeitet.

Zu den sensationellsten Passagen dieser Folge gehören zweifellos die Aufnahmen von der Entstehung einer neuen Insel in der Nähe der Salomonen. "Wir hatten das große Glück, die ersten Flugaufnahmen von einem Unterwasser-Vulkan zu machen", sagt Huw Cordey, der Gestalter der Serie. "Denn dieser Vulkan befand sich so knapp unter der Wasseroberfläche, dass bei einem Ausbruch Fontänen aus Gas und Gestein in die Luft geschossen werden." Eindrucksvolle Vulkanismus-Bilder gelangen dem Team auch unter Wasser: Wenn die Lavaströme des hawaiianischen Kilauea-Vulkans ins Meer tropfen, erstarrt das flüssige Gestein unter Wasser schlagartig. Austretende Gase und die innere Spannung lassen das Gestein unter Zuckungen zerbersten, das in seiner Transformation plötzlich wirkt wie ein Lebewesen.

Den "Planet Erde"-erfahrenen Regisseur Cordey fesselte besonders die Unberührtheit vieler Flecken des riesigen pazifischen Raumes und die damit verbundenen filmischen Herausforderungen: "Logistisch war das kaum mit etwas zu vergleichen, das ich als Naturfilmer bisher erlebt habe. Wir waren ständig in Booten unterwegs, drei Tage bis zu den French Frigate Shoals, sieben Tage, um zur Macquarie-Insel zu kommen, zehn Tage, um die Insel Anuta zu erreichen." Doch endlich an den jeweiligen Drehorten angekommen, bot sich den Teams eine Natur, die in vielen Facetten mit nichts anderem auf der Welt vergleichbar ist. "Es gibt so viele unglaublich kuriose und sonderbare Wesen", schmunzelt Cordey: "Fleichfressende Schmetterlingsraupen, Fledermäuse, die zu Fuß jagen, Frösche ohne Kaulquappen-Stadium, nachtaktive Papageien, die kaum fliegen können, oder Geckos, die sich auch ganz ohne männliche Tiere fortpflanzen können."

Für die Serie drehte außerdem ein Team unter Wasser im Kingman-Riff, einem winzigen unbewohnten Atoll, das mehr als 5.000 Kilometer vom nächsten Kontinent entfernt ist. Kingman ist eines der allerletzten unberührten Korallenriffe der Welt. Einmalige Aufnahmen gelangen auch in einem winzigen zu Französisch-Polynesien gehörenden Atoll:
Schwarzspitzen-Riffhaie jagen zu Hunderten in wenige Zentimeter tiefem Wasser nach Fischen, die schwarzen Flossenspitzen weit in die Luft gestreckt.

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