Gewerkschaft Bau-Holz fordert: Hitzefrei für Bauarbeiter!

Schwerarbeit in der prallen Sonne bei mehr als 35 Grad ist gesundheitsschädigend. Bau-Holz Chef Muchitsch macht sich für eine neue gesetzliche Regelung stark.

Wien (OTS/ÖGB) - (GBH). "In den nächsten Tagen klettern die Temperaturen wieder steil noch oben. Bis zu plus 38 Grad werden vorhergesagt. Während Badegäste bei diesen tropischen Temperaturen einfach in den Schatten flüchten können, müssen unsere Bau-Holz Arbeiter weiter in der prallen Sonnen Schwerstarbeit leisten. Das kann es doch nicht sein", so der Baugewerkschafter Josef Muchitsch.++++
Die Gewerkschaft Bau-Holz fordert daher eine klare Regelung in Bezug auf hitzefreie Tage. In den letzten 5 Jahren gab es österreichweit durchschnittlich 3 Tage mit plus 35 Grad Celsius und das ausschließlich am frühen Nachmittag. Abgesehen von den gesundheitlichen Beeinträchtigungen - Schwerarbeiter erleiden in der Hitze Kreislaufstörungen und Schwächeanfälle - ist es durchaus vertret- und leistbar, hier eine neue Regelung zu schaffen. Die Gespräche dazu wurden bereits vor den Sommermonaten zwischen den Bausozialpartnern aufgenommen berichtet Muchitsch weiter.
Schon im Mai hat die Gewerkschaft Bau-Holz eine eigene Verteiler- und Informationskampagne gestartet. Muchitsch: "Auch heuer mussten viele Bauarbeiter aufgrund von Schwächeanfällen oder Kreisproblemen das Arbeiten einstellen. Umso wichtiger ist es, dass unsere seit Jahren laufende Infokampagne fortgesetzt wird. Ziel ist es, Bewusstsein in dieser Problematik bei unseren Bau-Holz Arbeitern zu schaffen!"
Dazu wurde von der Baugewerkschaft ein 6-Punkte-Programm erarbeitet. Gerade in den Sommermonaten ist es wichtig, Bauarbeiter mit ausreichend erfrischendem Wasser zu versorgen. Des Weiteren sollten mindestens zwei Liter nicht zu kaltes und natürliches Wasser über den ganzen Tag verteilt, getrunken werden. Dabei darf man aber nicht so lange warten, bis sich der Durst meldet. Zusätzlich werden Sonnencremes, UV-Schutzbrillen, Trinkwasser sowie eigene UV-Schutz-T-Shirts in Berufsschule und Baustellen verteilt. Muchitsch: "Bauarbeiter arbeiten gezwungenermaßen in der prallen Sonne. Sie können nicht einfach in den Schatten flüchten, wie Experten raten. Gerade bei Sonnenschein fallen am Bau die meisten Überstunden an, da bei schlechtem Wetter oft nicht gearbeitet werden kann! Unsere Infokampagne ist für viele Bauarbeiter ein absoluter Aha-Effekt und Gott sei Dank bringen wir viele dadurch auch zum Umdenken. Auch die Arbeitgeber klären wir darüber auf, dass sie ihre Beschäftigten vor der Sonne schützen müssen. Denn gerade am Bau ist eines klar: Sonne, Hitze, gefährliche Arbeitsbedingungen und Stress -wenn hier nicht vorgesorgt wird, haut das auch den stärksten Bauarbeiter um!"

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