FPÖ: Hübner: Republika Srpska nicht mit Bosnien-Herzegowina fusionieren!

Hannes Swoboda prolongiert das Versagen der EU am Balkan

Wien (OTS) - In einem Interview für die bosnische Zeitung "Dnevni Avaz" habe Hannes Swoboda, Vorsitzender der sozialdemokratischen Fraktion im Europaparlament, festgestellt, dass es für Bosnien-Herzegowina kein zypriotisches Modell geben werde und die Republika Srpska ohne den anderen Teil Bosniens niemals Mitglied der Europäischen Union werden könne, berichtet der außen- und europapolitische Sprecher der FPÖ, NAbg. Dr. Johannes Hübner.

"Es ist erschreckend, mit welcher Überheblichkeit Hannes Swoboda einer ganzen Region seine persönliche Meinung aufzwingen will. Swobodas Interview in einer bosnischen Zeitung wurde in der Republika Srpska sehr negativ aufgenommen und hat auch die Beziehungen der Republik Österreichs zu Serbien und der Republika Srpska wieder einmal belastet", führt Hübner aus.

"Mir ist schon klar, dass der politische Wille der Bevölkerung - hier in der Republika Srpska - bei Vertretern der EU-Nomenklatura nicht wirklich zählt, aber dass das seit zwanzig Jahren andauernde Unvermögen der 'Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina' gegenwärtig von Valentin Inzko prolongiert und von Hannes Swoboda befürwortet wird, beweist die Politik des 'double standard' am Balkan gegenüber den Serben", stellt Hübner fest.

"Ähnlich wie bei der an der Bevölkerung vorbei geführten und elementare wirtschaftliche Gegebenheiten ignorierenden Einführung des Euro will man in Bosnien einmal mehr auf Brüssels Irrtümer beharren. Staaten, deren Völker nicht in einer gemeinsamen Einheit leben wollen, sind zum Untergang bzw. zur Auflösung verurteilt. Das hat man nicht nur in Jugoslawien selbst, sondern auch in der Tschechoslowakei, der Sowjetunion und vor fast 100 Jahren in der österreichisch-ungarischen Monarchie gesehen. In Bosnien verweigert die überwältigende Mehrheit einer der konstituierenden Volksgruppen -nämlich die Serben - die Mitarbeit am gemeinsamen Staat und verlangt die Unabhängigkeit oder Vereinigung mit dem 'Mutterland'. Fast 20 Jahre internationaler Gängelung, wirtschaftlicher Erpressung und geistiger 'Umerziehungsversuche' haben daran nichts geändert. Fehler einzugestehen, falsche Wege zu verlassen, neue Lösungen zu suchen oder gar den Willen der Bevölkerung zu beachten, ist offenbar für die EU-Nomenklatura - siehe Hannes Swobodas jüngsten Sager - völlig undenkbar", schloss Hübner.

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