Alpbacher Gesundheitsgespräche 2012: In die Zukunft investieren

Alpbach (OTS) - Anlässlich der Eröffnung der Alpbacher Gesundheitsgespräche betonte der Präsident der Pharmig, Dr. Robin Rumler, die Bedeutung eines bewussten Lebensstils schon ab frühester Jugend. "Österreich hat bei der Olympiade in London keine einzige Medaille gewonnen. Dafür belegen wir beim Rauchen einen Stockerlplatz und sind in den Disziplinen Alkoholkonsum und Übergewicht im Vorderfeld", so Rumler.

Der schlechte Gesundheitszustand der heutigen Jugend werde bei einer Fortführung dieser Situation bis 2030 jährliche Mehrkosten von 1,6 Mrd. Euro verursachen, sagte der Präsident. Die pharmazeutische Industrie will dieser Entwicklung nicht länger tatenlos zusehen und setzte schon in der Vergangenheit konkrete Schritte: "'Die Zukunft beginnt heute' ist nicht nur ein Austausch von Meinungen, sondern die Forderung, gemeinsam mit den Systempartnern konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des Lebensstils von Kindern und Jugendlichen zu erarbeiten", so Rumler in seiner Eröffnungsrede.

Dabei hat die pharmazeutische Industrie bereits Taten gesetzt und lebt ihre soziale Verantwortung. "Prävention ist eine Investition in die Zukunft", erklärt Rumler die Motivation einer Neuregelung bei der Verlängerung des Rahmen-Pharmavertrages. Der freiwillige Solidarbeitrag, den die pharmazeutische Industrie und die Großhändler an die Krankenkassen zahlen, enthält eine Zweckbindung: 6,75 Mio. Euro werden für die Zukunftsthemen Prävention und Kindergesundheit t. bereitgestellt. Damit werden Projekte finanziert, die die Menschen von Beginn an dazu befähigen sollen, in den einzelnen Lebensphasen die gesündere Alternative zu wählen und selbst konkrete Schritte zu setzen, um gesund zu bleiben.

Nicht auf starke Worte zu warten, sondern konkret Taten zu setzen, sei eine schlichte Notwendigkeit, um die Gesundheitsversorgung nachhaltig zu verbessern, so Rumler. Die pharmazeutische Industrie trage damit dazu bei, das Gesundheitssystem von innen heraus zu reformieren, so Rumler.

Das auf Partizipation ausgerichtete Format der Alpbacher Gesundheitsgespräche sei eine weitere hervorragende Gelegenheit, mit dem Know-How der Teilnehmer Lösungsvorschläge zu entwickeln, um diese mit den anwesenden Vertretern der Politik auf ihre Umsetzbarkeit zu diskutieren.

Über die Pharmig: Die Pharmig ist die freiwillige Interessensvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120 Mitglieder (Stand August 2012), die den Medikamentenmarkt zu fast 100 Prozent abdecken. Die Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten Arbeitsplätze für ca. 10.000 Beschäftigte.

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