Jank: Jungunternehmer brauchen konjunkturstützende Maßnahmen

WK Wien erwartet Gründerbilanz auf hohem Niveau - Internationale Ansiedlungen über Österreich-Schnitt - Jank: Konjunkturstützende Maßnahmen notwendig

Wien (OTS) - Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer
Wien, zieht eine erfreuliche Zwischenbilanz der aktuellen Gründerzahlen in Wien. Demnach hat sich im
1. Halbjahr die Anzahl der neu hinzugekommenen Betriebe mit über 4200 auf sehr hohem Niveau stabilisiert. Im gesamten Vorjahr wurden vergleichsweise in der Bundeshauptstadt rund 8300 Unternehmen gegründet. "Wien wird auch heuer wieder Österreichs Gründerhauptstadt sein. Damit werden auch in Zukunft Unternehmensgründer mutig neue Wege beschreiten, Wohlstand sichern und neue Arbeitsplätze schaffen", sagt Jank, "Sie bewegen unsere Wirtschaft und leisten damit einen elementaren Beitrag für die Gesellschaft."

Positiv stimmt auch die Bilanz der bisherigen internationalen Betriebsansiedlungen. Von Jänner bis Ende Juni verzeichnete die "ABA-Invest in Austria" knapp 50 internationale Unternehmen, die sich in Wien ansiedelten - ein Plus von 37 Prozent gegenüber dem
1. Halbjahr 2011, österreichweit gibt es ein Plus von 18 Prozent. Jank: "Damit hat der Wirtschaftsstandort Wien auch bei internationalen Investoren die Nase vorne." Mehr als die Hälfte der Betriebsansiedlungen in Österreich entfällt auf Wien.

Ebenfalls Ergebnis der Gründerstatistik: Aufgrund deutlich steigender Mitgliedszahlen könnte es in manchen Branchen zu erhöhtem Wettbewerbsdruck und in weiterer Folge zu Verdrängungseffekten kommen. Zum Beispiel ist allein im vergangenen Jahr die Gesamtzahl der Unternehmensberater und IT-Dienstleister am Standort Wien um mehr als 410 Betriebe gestiegen, die Zahl der Unternehmen aus der Werbebranche um mehr als 230 und jene der Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure um knapp 100. Ebenfalls deutlich gewachsen: Die Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger um fast 150 Unternehmen, die Wiener Film- und Musikindustrie um mehr als 100 Betriebe und die Gewerblichen Dienstleister (dazu zählen Ernährungsberater, Lebens-und Sozialberater, Sprachdienstleister, Energetiker, Berufsdetektive, Sicherheitsdienstleister) um fast 1000 Unternehmen.

Daher spricht sich Jank für konjunkturstützende Maßnahmen aus: "Jetzt braucht es Ideen und Umsetzungskraft der Politik, um die Konjunktur zu stärken. Denn das Auftragsvolumen kann mit der steigenden Zahl an Wirtschaftstreibenden nur Schritt halten, wenn die Konjunktur wächst." Für Jank ist es notwendig, die seit langem anstehenden Reformen etwa in den Bereichen Verwaltung und Soziales rasch umzusetzen und damit die Unternehmen zu entlasten; zum anderen können über eine Investitionsprämie und eine Stärkung der Beteiligungsfinanzierung neue Impulse für neues Wachstum gesetzt werden. Darüber hinaus warnt Jank davor, durch weitere unüberlegte kommunale Abgabenerhöhungen den Druck auf die Wiener Wirtschaft zu erhöhen.

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