FP-Frigo/Schütz(1): 150 Babys in Wien auf Drogenentzug

SPÖ-Gesundheitsstadträtin Wehsely leider untätig

Wien (OTS) - Der Gesundheitssprecher der FPÖ-Wien, Univ.-Prof.
Dr. Peter Frigo, fordert in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit FPÖ-LAbg. Angela Schütz ein Maßnahmenpaket gegen die ausufernde Drogenproblematik in Wien. Wenn jährlich 150 süchtige Babys zur Welt kommen und sofort nach der Geburt einen Entzug machen müssen, so hat Rot-Grün auch in der Drogenpolitik völlig versagt. Auch die Tatsache, dass sich Kriminelle als Drogensüchtige ausgeben und mit riesigen Mengen an Substitol eindecken können, macht deutlich, dass die windelweiche Linie von SPÖ und Grünen falsch und gefährlich ist.

Die Anti-Drogenmaßnahmen müssen aber schon bei Kindern beginnen. Drogenabhängige Mütter und Kleinstkinder sind ein besonders abschreckendes Beispiel, so dass Verharmlosungsaktionen wie etwa rotgrüne "Drogenkonsumräume" einer herzlichen Einladung zum Rauschgiftmissbrauch gleichkommen und daher inakzeptabel sind.

Viele Schwangere versuchen in der Schwangerschaft einen Entzug mit Ersatzmitteln wie etwa Methadon, ohne ihrem Kind jedoch den Entzug ersparen zu können. In Wien kommen daher jährlich rund 150 Kinder mit Entzugssyndromen im Spital zur Welt, wobei die Dunkelziffer noch weit höher anzusetzen ist, so Frigo.

Die Prävention muss daher schon vor der Schule einsetzen. Zudem muss der Bereich der legalen Drogen stärker beleuchtet werden. So starb ein österreichischer Jugendlicher vorige Woche in Spanien an einer Alkoholvergiftung, eine Kombination mit Partydrogen wie Ecstasy wird vermutet. Auch hier hilft Aufklärung über dem Umgang mit Alkohol bzw. die tödlichen Gefahren der Einsteigerdrogen. Dazu braucht es psychologisch gut ausgebildete Fachleute, vor allem auch vor Ort.

Diese Drogen müssen stärker bekämpft werden, nicht zuletzt durch eine Verstärkung der Exekutive. Wie schlecht es um die Prävention beim Alkoholkonsum bei Jugendlichen bestellt ist, zeigt schon die gesetzliche Lage, die in jedem Bundesland unterschiedlich ist. Die FPÖ fordert hier seit vielen Jahren eine einheitliche Regelung.

Zudem fehlen in Wien zwischen 50 und 100 Akut-Therapieplätze, so dass es zu wochen- und sogar monatelangen Wartezeiten für Süchtige kommt. SPÖ-Gesundheitsstadträtin Wehsely ist daher aufgefordert, statt kontraproduktive Alibihandlungen wie Substitol- und Spritzenverteilaktionen zu setzen, endlich für eine ausreichende Anzahl solcher Plätze zu sorgen, sagt Frigo. (Schluss)otni

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