WKÖ-Schenner: Zielorientierte Verbesserung der Rahmenbedingungen statt aufgewärmte Pauschalkritik

Wirtschaft steht für konstruktive Gespräche jederzeit bereit - erfolgreiche Branche nicht schlecht reden

Wien (OTS/PWK540) - "Der gestern von Arbeiterkammer Wien und Gewerkschaft vida vorgelegte Arbeitsklimaindex Tourismus bringt wenig Neues - weder, was die Ergebnisse der Erhebung betrifft, noch in Bezug auf die immer wieder kehrenden negativen Pauschalreaktionen von AK und Gewerkschaft", hält der Obmann der Bundessparte Tourismus in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), Hans Schenner, fest.
Dass etwa die Zeiteinteilung für Krankenschwestern, Polizisten, Notärzte, Verkehrsbedienstete sowie für Beschäftigte in Beherbergung und Gastronomie schwieriger ist als für Beschäftigte in sogenannten "Nine-to-Five-Jobs", sei offensichtlich und keine Neuigkeit. Der Erkenntniswert einer solchen Befragung sei damit enden wollend.

Auch, dass der in der jüngsten Erhebung angestellte Langfristvergleich mit Befragungsergebnissen seit 2007 ergibt, dass die Situation vor der Wirtschaftskrise besser eingeschätzt wurde, sei keine Überraschung, betont Schenner. "Auch der Vergleich mit anderen Branchen wäre nur dann fair, wenn alle Branchen gegenüber gestellt und eine korrekte Unterscheidung in Dienstleistungs- und Produktionsbranchen durchgeführt würde. Stattdessen wurde jedoch ein diffuser Durchschnitt erstellt, wo Beamte, Industriefachkräfte und andere Branchen in einen Topf geworfen werden und deren Verteilung in der Vergleichsgruppe nicht transparent ist. Wenn Vergleiche notwendig sind, dann bitte Äpfel mit Äpfeln vergleichen und nicht Äpfel mit Birnen", meint Bundesspartenobmann Schenner.

Interessant in der diesjährigen Präsentation war die die erstmalige Aufschlüsselung der Beschäftigten im Tourismus in Verwaltung, Köche, Kellner und Reinigungskräfte. Hier wurde die Unterschiedlichkeit der Perspektiven der einzelnen Beschäftigtengruppen erstmals gut dokumentiert. Doch die Ergebnisse sind mit Vorsicht zu betrachten, betont Schenner. Reinigungskräfte und als Kellner jobbende Studenten sehen demnach schlechtere Karrierechancen im Tourismus als Köche und Verwaltung. Auch in diesem Fall würde sich eine Bereinigung der Zahlen nach Kern- und Randbelegschaft empfehlen.

"Undifferenzierte Aussagen wie diese führen zu Pauschalverurteilungen der Branche und können negativen Einfluss auf Jugendliche haben, die sich eine Lehre im Tourismus vorstellen können. Stattdessen sollten wir ganz klar festhalten: Eine Ausbildung in Österreichs Beherberungs- und Gastronomiebetrieben bietet sehr gute Karrierechancen für junge Menschen! Wo es Anlass zur berechtigten Kritik gibt, steht die Wirtschaft jederzeit als Gesprächspartner zur Verfügung. Statt die Branche schlecht zu reden, fordere ich Arbeiterkammer und Gewerkschaft auf, gemeinsam und konstruktiv mit den Arbeitgebern an der Verbesserung der Rahmenbedingungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber unserer Branche zu arbeiten".

Schenner abschließend: "Mit Pauschalkritisierungen wie dieser weinen AK und vida am falschen Grabstein. Die heimische Tourismuswirtschaft hat immerhin zuletzt in der Leistungsbilanz hervorragend abgeschnitten, jeder fünfte Vollzeitarbeitsplatz in Österreich ist direkt oder indirekt von Tourismus und Freizeitwirtschaft abhängig, und mehr als 10.000 junge Menschen werden als Lehrlinge in unserer Branche ausgebildet. Mit einem Wort:
Die rot-weiß-rote Tourismuswirtschaft kann sich sehen lassen!" (PM)

Rückfragen & Kontakt:

Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
Mag. Alexander Rauner
Telefon: +43 (0)5 90 900 3411
E-Mail: alexander.rauner@wko.at
Internet: http://wko.at/bstf

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001