FPÖ: Belakowitsch-Jenewein: Peinlicher und inkompetenter Auftritt des Gesundheitsministers

Wien (OTS) - Der gestrige Auftritt des Gesundheitsministers zum Ärztemangel in Vorarlberg sei an Peinlichkeit und Inkompetenz nicht zu überbieten gewesen, meinte heute die freiheitliche Gesundheitssprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein. Mit Klassenkampf-Schlagworten wie Verteilungsprobleme und Verteilungsgerechtigkeit werde das Problem wohl kaum bewältigbar sein. Noch vor wenigen Wochen habe sich Stöger als Meister der neuen Erkenntnis betätigt und eine Studie präsentiert, die den Ärztemangel in Österreich bestätigt habe. "Lösungen blieb Stöger damals schon schuldig. Gestern schließlich hat der Gesundheitsminister gar einen Ärztemangel geleugnet und hat die erstaunten Zuseher mit billigsten Klassenkampftönen überrascht", so Belakowitsch-Jenewein.

Seit vier Jahren negiere dieser Gesundheitsminister alle Warnungen und setze die Gesundheitsversorgung der österreichischen Bevölkerung fahrlässig aufs Spiel, kritisierte Belakowitsch-Jenewein. Lösungsvorschläge beispielsweise der Vorarlberger Ärztekammer, die Tarife für Ärztemangel im ländlichen Raum anders zu gestalten, schiebe er gleich mit dem Hinweis auf die Sozialversicherungen beiseite. "Vom amtierenden Bundesminister für Gesundheit erwarte ich mir aber schon auch eigenen Gestaltungswillen und eine eigene Meinung", so Belakowitsch-Jenewein.

Einen gewissen Unterhaltungswert habe das Interview dennoch in den letzten Minuten bekommen, als Minister Stöger erklärte, er habe gemeinsam mit Minister Darabos einen Richtungswechsel eingeleitet, die Österreicher würden nun mehr Sport betreiben. "Stöger sollte seinen Genossen an der Hand nehmen und mit ihm weit weg laufen", schlug Belakowitsch-Jenewein vor.

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