Sportdebatte: Ärztekammer fordert gesundheitspolitische Maßnahmen

Wechselberger: Bewegungsdrang der Kinder fördern - Sozialkompetenz stärken

Wien (OTS) - Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Artur Wechselberger, begrüßt die aktuelle Diskussion zum Thema Schulsport: "Ich hoffe, dass nun auch der Gesundheitsminister dieses wichtige Thema aufgreift. Wir müssen den natürlichen Bewegungsdrang von Kindern wieder stärker fördern. Denn wer schon im Kindesalter nur stillsitzen muss, wird sich auch im Erwachsenenalter nicht viel bewegen. Das Ergebnis zeigt sich im immer schlechter werdenden Gesundheitszustand der Kinder und Jugendlichen", erklärte Wechselberger am Mittwoch in einer Aussendung. Er wolle dabei nicht mit der Politik "um Sportstunden feilschen".
"Wir Ärzte können aufzeigen, welche gesundheitlichen Schäden durch zu wenig Bewegung entstehen können. Auf dieser Basis müssen dann Politik und Gesellschaft entsprechende Maßnahmen setzen", betonte der ÖÄK-Präsident, der auch den Präventionsgedanken wieder stärker in den Vordergrund rücken möchte. Wechselberger: "Prävention besteht nicht nur aus Vorsorgeuntersuchungen und Screenings - der Begriff muss erweitert werden, wir müssen die Menschen darüber aufklären, welche Folgen ein ungesunder Lebensstil haben kann, aber wir müssen sie auch motivieren." Entsprechende Maßnahmen, z.B. Infokampagnen und Aufklärung der Erwachsenen, habe die Politik umzusetzen.
ZwiTi: Sport stärkt Sozialkompetenz
"Was in der Diskussion immer untergeht: Sport kann viel mehr, als gesundheitlichen Schäden vorzubeugen", führte Wechselberger weiter aus. Aktiv Sport zu betreiben fördere die soziale Kompetenz, die Kinder und Jugendlichen könnten Fairness und Teamgeist lernen. Wechselberger abschließend: "Egal, ob im Team oder als Einzelner:
Einerseits machen sportliche Erfolge glücklich. Andererseits bieten Misserfolge eine hervorragende Möglichkeit, mit Niederlagen umzugehen, Lösungskompetenz zu entwickeln und sich neu zu motivieren." Dies seien wichtige "soft skills", die die Kinder im späteren Leben brauchen würden und die ebenso wichtig seien wie Lesen und Schreiben. (ar/sl)

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