FPÖ: Karlsböck: Missstände an MedUnis offenbar schlimmer als befürchtet

Insider packt aus - Farce um Aufnahmetest nur Spitze des Eisbergs

Wien (OTS) - FPÖ-Ärztesprecher NAbg. Andreas Karlsböck ortet an den heimischen Medizin-Unis erhebliche Misswirtschaft. "Der Kommentar des ehemaligen Innsbrucker Uni-Rats Richard Soyer im Nachrichtenmagazin 'Format' ist an Deutlichkeit kaum zu überbieten. Da ist von Freunderlwirtschaft auf Kosten der Steuerzahler die Rede und von fehlender Beherrschung der Grundsätze der Unternehmensführung", fasst Karlsböck die fundamentale Kritik zusammen. Soyer liefere damit zugleich eine Erklärung dafür, warum die Verwaltungskosten gerade an den Medizin-Unis in den letzten Jahren am stärksten angestiegen seien, obwohl dort dank der restriktiven Zugangsbeschränkungen wesentlich weniger Studenten zu betreuen seien.

"Als Mitglied des Wissenschaftsausschusses und Wiener Medizin-Absolvent fordere ich volle Aufklärung dieser Vorwürfe und eine Reorganisation der Universitäten nach transparenten und betriebswirtschaftlichen Grundsätzen", so Karlsböck, der parlamentarische Initiativen in diese Richtung ankündigt. Offensichtlich werde in den zuständigen Rektoraten unprofessionell gearbeitet, im günstigsten Falle müsse man Überforderung und Selbstüberschätzung feststellen.

"Das unwürdige Schauspiel um die Gender-Quote beim Wiener Aufnahmetest ist jedoch nicht bloß ein Eingeständnis von Unfähigkeit, sondern auch von fehlendem Unrechtsbewusstsein und offensichtlicher Beratungsresistenz", stellt Karlsböck fest und erneuert seine Forderung nach personellen Konsequenzen.

Grundsätzlich vermisst er in der Diskussion um die medizinischen Universitäten mahnende Worte der Verantwortlichen und auch der Leidtragenden dieser Misere: "Wo sind die Universitätsreferenten der Ärzte- und der Zanhärztekammer? Wo sind die zuständigen Minister für Wissenschaft und Gesundheit? Es kann doch nicht sein, dass man die Zukunft des Gesundheitswesens federführend Leuten überlässt, die ihre Universitäten ganz offensichtlich nicht im Griff haben", beklagt der FPÖ-Ärztesprecher. Die aktuelle Debatte müsse daher ein Anstoß für eine grundlegende Reform sein. "Weg mit den sinnlosen Zugangsbeschränkungen, die unseren Ärztemangel in Zukunft noch massiv verschärfen werden! Und her mit einer vierten Medizin-Uni in Linz, die von Anfang an vorzeigen muss, wie eine solche Einrichtung vorbildlich und im Interesse der Allgemeinheit zu führen ist!"

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