Möbel "made in Austria" weiter im In- und Ausland gefragt

Österreichs Möbelindustrie braucht auch auf dem Weltmarkt den Vergleich nicht zu scheuen

Wien (OTS/PWK538) - Auf den ersten Blick scheint die Lage gar
nicht so rosig: langsam wachsende Inlandsmärkte, stetig steigender Importdruck, besonders aus dem asiatischen Raum, Verlust von Anteilen an der globalen Möbelproduktion - die europäische Möbelindustrie liefert sich einen harten Konkurrenzkampf im internationalen Wettbewerb. Und doch behauptet sie aktuell ihre starke weltweite Stellung. Mit Qualität, Leistung und Know-how. Anteil daran hat auch die österreichische Möbelindustrie, die mit Möbeln "made in Austria" ihr nationales und internationales Ansehen weiter steigern kann.

"Als österreichische Möbelhersteller können wir nur dann gegen die anderen Global-Player antreten, wenn wir unsere Trümpfe selbstbewusst ausspielen: hochwertige Produkte mit innovativer Technik, aufmerksamkeitsstarkes Design und eine Qualitätsfertigung "Made in Austria", so Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie. Der Erfolg zeigt sich in der kontinuierlichen Nachfrage im In- und Ausland. So liegt beispielsweise die Exportquote der österreichischen Möbelhersteller bei bemerkenswerten 56 %. "Allerdings ist die Wirtschaftslage in der Branche weiterhin durchwachsen, mit etwas schwierigeren Bedingungen als im letzten Jahr", stellt Emprechtinger fest. "Dennoch darf man zuversichtlich sein, die Auftragslage ist zufriedenstellend". In diese Richtung weist auch die aktuelle WIFO-Konjunkturerhebung Juli 2012, wonach die Auftragslage (im ersten Quartal) in der Gesamtheit als auch die Auslandsauftragslage als gut bewertet wird.

Laut Konjunkturtest konnte auch die Möbelproduktion gesteigert werden. Berichtet wird zudem, dass die Kapazitäten überdurchschnittlich ausgelastet seien. Die befragten Unternehmen rechnen mit einer weiteren Verbesserung der Produktionslage in den kommenden Monaten. "Die aktuellen Wirtschaftsdaten zeigen, dass wir auch in einem erschwerten Marktumfeld gut aufgestellt sind. Ein Grund dafür ist u.a. die Kombination von modernster Maschinentechnik, die wir immer weiter ausbauen und unsere lange Handwerkstradition, aus der stetig hervorragend ausgebildete Tischler und Polsterer hervorgehen. Technik und traditionelles Handwerk sind der Garant für unseren Erfolg, auch in Zukunft", so der Verbandsvorsitzende.

Besonders die Multifunktionalität - einer der wichtigsten Wohntrends - erfordert viel handwerkliches Können und technisches Know-how, wenn Möbel das bleiben sollen, wofür sie geschaffen werden. Dabei werden mit einem Höchstmaß an Flexibilität Kundenwünsche bis ins Detail erfüllt. Auftragsbezogene Sonderanfertigungen sind ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal und halten die Konkurrenz in der eigenen Hälfte. "Österreichische Produkte begeistern weltweit, weil wir keine Möbel von der Stange produzieren. Das Feld der Massenproduktion überlassen wir bereitwillig anderen und konzentrieren uns auf die Qualitätsmärkte, wo nachhaltige Werte gefragt sind, die einen das Leben über begleiten. Hier können wir unsere Stärken souverän ausspielen", ist sich Georg Emprechtinger sicher. "Diesen Trend zur Individualisierung stützen wir mit Zuverlässigkeit, Servicebereitschaft und Liefertreue. Und dass wir beim Thema Nachhaltigkeit in Bezug auf Materialien gefragt sind, liegt nahe. Als ein Land, das reich an natürlichen Rohstoffen ist, besitzen wir Österreicher ein Gespür für ökologisch wertvolle Materialien. Sie zu verarbeiten und zu veredeln, ist eine Stärke von uns. Auch hier ist Österreich gut aufgestellt".

Insgesamt erzielten die österreichischen Möbelproduzenten im Jahr 2011 ein Plus von 2,3 Prozent (ohne Zulieferindustrie). Auch den Exportwert steigerte die Österreichische Möbelindustrie 2011 um 2,1 % auf gut 1,3 Mrd. Euro. Als wichtigster Abnehmer tat sich hier das Nachbarland Deutschland mit 535 Mio. Euro hervor. Laut dem aktuellen EHI-Möbelreport 2012 gaben die Deutschen 2011 insgesamt 27,98 Mrd. Euro (+5,2 %) nur für Möbel aus. Das entspricht einer Pro-Kopf-Ausgabe von 341 Euro (+4,6%). Nach dem Ifo-Konjunkturtest im Juni 2012 wurde zwar die Geschäftslage zum vierten Mal in Folge als schlechter beurteilt, allerdings ist sie für den deutschen Markt immer noch günstig: von 36 Prozent der am Ifo-Konjunkturtest teilnehmenden Möbelhersteller wurde sie im Juni als "gut" bewertet, von 45 Prozent als "befriedigend und von nur 19 Prozent als "schlecht". Die Aussicht auf eine gute Exportquote bleibt für die Österreichische Möbelindustrie also weiterhin bestehen. "90 % unserer Exporte gehen ins europäische Ausland, hauptsächlich nach Deutschland, wo hochwertige Möbel aus Österreich einen ausgezeichneten Ruf genießen. Trotz Eurokrise können wir hier durchaus zuversichtlich sein", so der Verbandsvorsitzende.

Diese Erwartung wird aus einer weiteren Quelle genährt. Die aktuelle Emnid-Studie "So wohnen die Deutschen 2012" zeigt, dass die eigenen vier Wände bei den Konsumenten an erster Stelle stehen. Als wichtigste Entscheidungskriterien bei der Auswahl der Möbel wird Funktionalität und Langlebigkeit angegeben. "Die Möbelkäufer in unseren wichtigsten Märkten haben eine ausgeprägte Wertschätzung für eine qualitativ hochwertige Inneneinrichtung. Sie verändern sich nicht gerne und bevorzugen deshalb auch in Zukunft langlebige Möbel. Also beste Voraussetzungen für Möbel "made in Austria", resümiert Emprechtinger.

Auch die Chancen, dass die österreichischen Möbelhersteller im Inland weiterhin gute Umsätze erwarten können, stehen gut. Laut Studie GfK-Konsumklima Maxx , die monatlich im Auftrag der europäischen Kommission in allen EU-Ländern erhoben wird, wollen die Österreicher trotz EU-Krise und Sparpaket weiterhin kräftig konsumieren. Die Anschaffungsneigung bleibt also ungetrübt. "Hier ist noch Potential nach oben. Denn die steigende Unsicherheit über die Konjunktur hat sich noch nicht auf die persönliche Situation übertragen. Dies dürfte das Konsumverhalten weiter positiv verstärken", glaubt Emprechtinger. Österreich hat im Vergleich erneut eine Spitzenposition innerhalb der EU inne. Das Alpenland festigt bei der Bewertung der Anschaffungsneigung seinen zweiten Platz hinter Deutschland und vor Bulgarien. Schlusslichter in Europa bleiben Griechenland, Portugal und Großbritannien.

Die österreichische Möbelindustrie ist ein Teil des Fachverbandes der Holzindustrie. Zu ihr zählen 53 Betriebe mit rund 7.300 Mitarbeitern. Die überwiegende Anzahl dieser Unternehmen sind Mittelbetriebe, die sich in privater Hand befinden. Möbel "made in Austria" stehen für handwerkliche Tradition und industrielle Präzision. Sie garantieren die bleibend hohe Qualität der Erzeugnisse. (JR)

Rückfragen & Kontakt:

Die österreichische Möbelindustrie
Dolunay Yerit
Tel.: 01/7122601, Fax: +43(0)1/7130309
E-Mail: office@moebel.at
Internet: http://www.moebel.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0003