Zwischenfälle mit Weide-Rindern: So vermeiden Wanderer unnötige Risiken

Wien (OTS) - Auch in dieser Almsaison vergeht kaum eine Woche ohne Berichte über Unfälle von Wanderern mit Kühen. Dabei sind Kühe prinzipiell extrem friedfertige Tiere. VIER PFOTEN gibt Tipps zur Vermeidung von Risiken und für einen maximalen Wanderspaß.

Biologisch betrachtet, sind Rinder Fluchttiere, die bei Gefahr weglaufen. Nur, wenn es keinen Fluchtweg gibt oder sie ihre Jungtiere verteidigen, können diese so friedlichen Tiere mit einem Angriff reagieren.

"Kühe haben einen sehr starken Mutterinstinkt", erklärt Nikola Furtenbach, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN. "Daher gilt als erste Regel: Wenn Wanderer Muttertiere mit ihren Kälbern sehen, sollten sie einen großen Bogen um die Kuh-Herde machen." Viele Zwischenfälle, bei denen Wanderer verletzt werden, hätten auf diese Weise vermieden werden können, meint Furtenbach.

Auch sonst reicht es, sich ein paar einfache Regeln zu Herzen zu nehmen, um eine Wanderung so richtig genießen zu können:

  • Am besten man klärt schon vor der Wanderung ab, ob diese über Weiden führt und sucht gegebenenfalls nach alternativen Routen, besonders wenn Hunde mit von der Partie sind.
  • Grundsätzlich sollte man markierte Wege nicht verlassen und ein achtsames Verhalten an den Tag legen.
  • Ist die Überquerung einer Weide unvermeidlich, ist es ratsam, sich ruhig zu verhalten und begleitende Hunde unbedingt anleinen. Hunde stellen natürliche Feinde für Rinder dar und können deren angeborenes Abwehrverhalten auslösen, sodass eine ursprünglich friedfertige Kuh-Herde bedrohlich reagieren kann.
  • Die Begegnung mit Tieren in der freien Natur ist ein beeindruckendes Erlebnis und kann den Wunsch nach Kontakt bewirken. Doch auch wenn das Kälbchen noch so herzig scheint, darf es nicht berührt oder gefüttert werden, da dies den starken Schutzinstinkt seiner Mutter vermehrt wecken könnte. Vielmehr ist generell zu allen Rindern auf der Weide größtmöglicher Abstand zu halten.
  • Lärmendes Verhalten, das Imitieren von Kuhlauten und ruckartige Bewegungen bzw. spontanes Umherlaufen sollten in jedem Fall unterlassen werden.

Berücksichtigt man diese wenigen einfachen Verhaltensregeln, so kann ein Restrisiko, das bei einem Zusammentreffen mit Tieren nie ganz auszuschließen ist, minimiert werden. "Ein respektvoller Zugang zur Natur und ihren Lebewesen ist jedenfalls die beste Voraussetzung für ein sommerliches Wandervergnügen", so Furtenbach.

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