ÖGB: Pendlerpauschale auch für NiedrigverdienerInnen und Teilzeitbeschäftigte

Wer mit den Öffis zur Arbeit fährt, soll mehr bekommen

Wien (OTS/ÖGB) - "Die hohen Benzinpreise sind eine heftige Belastung für Menschen, die täglich zig Kilometer fahren müssen, um an ihren Arbeitsplatz zu kommen. Das Reformziel lautet: Mehr Geld für jene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die es tatsächlich brauchen", sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB, zur aktuell vom burgenländischen Landeshauptmann Hans Niessl aufgeworfenen Diskussion zur Pendlerpauschale.

Derzeit profitieren vor allem BesserverdienerInnen

"Künftig soll es ein einheitlicher Absetzbetrag werden, von dem Gut-und SchlechtverdienerInnen gleichermaßen profitieren. Vom derzeitigen Freibetrag profitieren BesserverdienerInnen überdurchschnittlich. Auch die Auszahlung einer Negativsteuer soll möglich werden - dann haben auch Lehrlinge und Teilzeitbeschäftigte mit niedrigen Einkommen etwas davon", sagt Achitz. Für letztere muss auch die Regelung wegfallen, wonach man erst ab elf Arbeitstagen im Monat die Pendlerpauschale bekommt. Teilzeitbeschäftigte sollten die Pauschale künftig aliquot erhalten.

Hintergrund: Der vom ÖGB geforderte Absetzbetrag senkt die Höhe der Lohnsteuer um den entsprechenden Betrag. Ein Freibetrag senkt nur die Bemessungsgrundlage.

Mehr Pendlerpauschale für Öffi-NutzerInnen

Der ÖGB fordert, die Pendlerpauschale so zu gestalten, dass diejenigen, die mit den Öffis zum Arbeitsplatz fahren, mehr bekommen - unabhängig von der Entfernung zwischen Wohnort und Arbeitsplatz. "Davon profitieren die Pendlerinnen und Pendler - aber auch die Umwelt", so Achitz.

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