- 13.08.2012, 11:21:20
- /
- OTS0084 OTW0084
Kaske zu Leitl: Betriebe bei alternsgerechter Gestaltung der Arbeitsplätze säumig
Füllhorn über Arbeitgeber, Erschwernisse für Arbeitnehmer, ist falscher Ansatz
Wien (OTS/ÖGB) - "Darüber nachzudenken, wie man eine
alternsgerechte Arbeitswelt schaffen kann, ist sinnvoll. Wer
nachdenkt, wie er den ArbeitnehmerInnen das Leben erschwert, während
er über die Arbeitgeber ein Füllhorn ausbreiten möchte, verfolgt aber
den falschen Ansatz", sagt ÖGB-Arbeitsmarktsprecher und
vida-Vorsitzender Rudolf Kaske zu den Äußerungen von WKÖ-Präsident
Christoph Leitl in der heutigen Ausgabe der "Presse". Leitl fordert
unter anderem eine Lockerung des Berufsschutzes für qualifizierte
Arbeitskräfte, die Ausweitung von Kombilohnmodellen und bringt auch
die Anhebung des gesetzlichen Pensionsalters ins Spiel.++++
Die Lockerung des Berufsschutzes für qualifizierte ArbeitnehmerInnen
bedeute eine Vermittlung der Betroffenen in schlechter bezahlte Jobs.
Den Ausgleich für den Einkommensverlust solle das AMS tragen, meint
Leitl. Statt hier auf Kosten der Allgemeinheit den Betrieben
Arbeitsplätze zu subventionieren, müssten die Betriebe endlich
stärker in betriebliche Gesundheitsförderung investieren. "In vielen
Betrieben ist Gesundheitsförderung ein Fremdwort. Der Stress und der
Arbeitsdruck nehmen zu, die Gesundheit der MitarbeiterInnen bleibt
auf der Strecke", sagt Kaske.
Die WKÖ habe das Maßnahmenpaket der Sozialpartner zur Reform der
Invaliditätspension mit ausgearbeitet. "Den Grundsatz, dass bei unter
50-Jährigen mit Gesundheitsproblemen verstärkt auf Rehabilitation
gesetzt werden soll, gilt es umzusetzen, statt den Beschäftigten
laufend Verschlechterungen anzudrohen", erklärt der
ÖGB-Arbeitsmarktsprecher.
Die Forderung Leitls, das gesetzliche Pensionsalter solle erhöht
werden, wenn das faktische Antrittsalter nicht deutlich steige, lehnt
Kaske ebenfalls ab. "Auch hier muss Leitl seine Hausaufgaben machen."
Viele Betriebe verweigerten die Schaffung alternsgerechter
Arbeitsplätze. Woran sich Herr Leitl beteiligen sollte, das ist die
Ausarbeitung eines Bonus-Malus-Systems für die Arbeitgeber. "Anreize
für jene, die besonders viele ältere ArbeitnehmerInnen beschäftigen,
sind vernünftig. Im Gegenzug braucht es aber auch Sanktionen für
jene, die ältere MitarbeiterInnen brutal abservieren", so Kaske
abschließend.
Rückfragehinweis:
vida-Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Martina Fassler
Tel: 0664/614 57 32
martina.fassler@vida.at
www.vida.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGB






