"Universum" startet fünfteilige Reise in den Südpazifik

Am 14. August um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Ein Meer, 20.000 Inseln, ein Viertel der weltweiten Wasserfläche: "Universum" bricht ab 14. August 2012 jeweils dienstags um 20.15 Uhr in ORF 2 fünf Wochen lang zu einer fantastischen Reise in den Pazifischen Ozean auf. Die Faszination der Südsee ist auch fast 250 Jahre nach James Cooks Entdeckungsreisen ungebrochen. Und doch ist dieser gigantische Teil unseres Planeten bis heute kaum bekannt. Denn der Pazifik hat mehr zu bieten als palmengesäumte Traumstrände und türkisfarbenes Meer. Jedes der Inselparadiese besitzt einen ganz eigenen Charakter, ein einzigartiges Muster von Besiedelung durch Tiere, Pflanzen und Menschen. Die opulente BBC-Serie von Huw Cordey (deutsche Bearbeitung: Martin Mészáros) rekonstruiert, wie das Leben die winzigen Flecken Land inmitten des gewaltigen Ozeans erreichen und besiedeln konnte - und zeigt die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt, die sich auf den verschiedenen Inseln der Südsee entwickelt hat.

So gar nicht dem Klischee von der Südsee-Insel entspricht etwa Macquarie, der südlichste Außenposten des Südpazifiks. Die Insel wirkt zwar einsam, ist aber alles andere als verlassen. Zu bestimmten Zeiten des Jahres herrscht hier mehr Aktivität als auf jeder anderen Insel im Pazifik. 60.000 See-Elefanten versammeln sich auf der Insel, die sie zur selben Zeit mit Hunderttausenden Haubenpinguinen teilen. Die Pinguine bekommen erstmals nach sieben Monaten festen Boden unter die Füße - es ist das einzige Festland, das diese Pinguine jemals betreten.

Viele der Inseln im Südpazifik sind unvorstellbar weit abgelegen, manche sind Tausende Kilometer vom nächsten Kontinent entfernt - und Hunderte Kilometer von der nächstgelegenen Insel. Aber überall haben Tiere die gewaltigen Wasserflächen überwunden und selbst das winzigste und am weitesten abgeschiedene Eiland besiedelt. Auf vielen kleinen Inseln haben sie sich zu höchst eigenwilligen Wesen weiterentwickelt, etwa zum größten wirbellosen Landtier der Welt. Die größten Exemplare des Palmendiebs, eines Riesen-Einsiedlerkrebses, wiegen vier Kilogramm und erreichen einen Beinspannweite von einem Meter.

Am weitesten von allen Kontinenten entfernt liegen die Hawaii-Inseln. Hier haben sich in der Isolation unglaubliche Schrullen der Natur herausgebildet: Fruchtfliegen, die ihre Partnerinnen mit kunstvollen Menuetten zu umgarnen versuchen oder sich wie Büffel Kopf gegen Kopf mit Rivalen messen. Oder eine fleischfressende Schmetterlingsraupe, die in ihrem selbstgebastelten Versteck auf Beute lauert.

Getrennt durch die großen Wasserflächen haben auch Menschen auf vielen Inseln ganz eigenständige Lebensweisen entwickelt - mit ganz eigenen Sitten und Gebräuchen, von denen einige höchst extravagant wirken. In einem der spektakulärsten Rituale der Welt stürzen sich die Bewohner der Insel Pentecost kopfüber von 30 Meter hohen Türmen, wobei ihr Leben nur an einer um die Knöchel geschlungenen Liane hängt. Sie sind die Erfinder des Bungeejumpings.

Auf der winzigen Salomonen-Insel Anuta leben 300 Menschen auf einem Stück Land von einem halben Quadratkilometer Größe - es ist eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt. Diese beengten Umstände haben die Bewohner zu einem einzigartig kreativen Umgang mit der Natur gezwungen - und ein inspirierendes Beispiel für den behutsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen geschaffen.

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