"profil": Rebasso vertrat russisch-georgischen Oligarchen

Verein von Alexander Ebralidze residiert an Kanzleiadresse - laut Wikileaks vorbestrafter Oligarch - Verbindungen zur FPÖ

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet in seiner Montag erscheinenden Ausgabe über neue Hintergünde zum Fall des entführten Wirtschaftsanwalts Erich Rebasso. Laut "profil" residiert an Rebassos Wiener Kanzleiadresse der "World Congress of the Nations of Georgia - Verein zur Förderung der weltweiten Vernetzung von georgischen Gemeinschaften" (WCNG). Präsident des Vereins ist der in St. Petersburg ansässige Alexander Ebralidze, ein Georgier mit russischem Pass, der in den neunziger Jahren in St. Petersburg Nachtklubs, Hotels und Spielcasinos betrieb und 2009 als Kreml-Wunschkandidat für die Nachfolge des georgischen Präsidenten Michael Saakashvili gehandelt wurde. Aus einer von der Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlichten Depesche des US-Botschafters in Moskau geht hervor, dass Ebralidze zu Sowjet-Zeiten unter anderem wegen Raubes und illegalen Waffenbesitzes verurteilt worden sein soll. Zudem werden ihm darin beste Kontakte zu hochrangigen russischen Politikern nachgesagt.

Die Eintragung des WCNG ins Wiener Vereinsregister wurde von der Rechtsanwaltskanzlei Johannes Hübner vorgenommen. Hübner, der außenpolitische Sprecher der FPÖ im Nationalrat, bestätigt dies gegenüber "profil". In einem Rechtsstreit von Mitgliedern des Vereins vertrat Erich Rebasso die Interessen von Ebralidze, Hübner die Gegenseite.

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