Neues Volksblatt: "Rasche Klärung" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 11. August 2012

Linz (OTS) - Man kann natürlich sagen es sei das gute Recht der (Partei)Jugend, gegen die Altvorderen aufzumucken. So gesehen ist die Kritik der vereinigten roten Jugend an der Salzburger SPÖ-Landeschefin Gabi Burgstaller nichts Ungewöhnliches. Andererseits: Wenn sich fünf Organisationen in einer Aussendung über eine doch nicht unbedeutende Genossin auslassen dürfen (oder gar müssen?) und beispielsweise fordern, dass sie davon Abstand nehmen soll, "gemeinsame Sache mit den Konservativen zu machen", lässt das schon auf heftigere innerparteiliche Turbulenzen schließen. In Sachen Studiengebühren musste sich Burgstaller bekanntlich auch schon vom OÖ-SPÖ-Chef Josef Ackerl öffentlich fragen lassen, warum sie lieber das Gespräch mit der ÖVP suche, "als sich dem innerparteilichen Diskurs zu stellen". Ein Vorwurf, der mittlerweile insofern ins Leere geht, als Burgstaller beim SPÖ-Bundesparteitag im Herbst einen Vorschlag einbringen wird. Der Umgang damit wird wohl auch zum Prüfstein für der innerparteilichen Stellenwert der Salzburgerin, der man nachsagt, auch bundespolitischen Funktionen nicht abgeneigt zu sein.
Im Interesse der Universitäten wäre eine Klärung der SPÖ-Position höchst dringend. Kann Burgstaller einen Richtungsschwenk herbeiführen, hätte sie sich jedenfalls den Applaus "der Konservativen" verdient.

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