Playboys, Partys, Paparazzi: "dok.film"-Premiere "Jet Set in den Sixties" 12. August in ORF 2

Wien (OTS) - Ein sommerleichtes Stück Kultur- und Nachkriegsgeschichte
Die 60er Jahre waren die große Zeit der Playboys. Nie wieder waren sie so charmant und attraktiv. Die Frauen waren unbeschreiblich weiblich, einfach göttlich. Der internationale Jet Set beherrschte die Massenmedien, bewegte die Gemüter, nahm sich Freiheiten, verkörperte ungezügelte Lebenslust, verschaffte sich aber auch Respekt. Mit "Jet Set in den Sixties" gelang den beiden Dokumentarfilmerinnen Sabine Carbon und Cordula Kablitz-Post ein sommerleichtes Stück Kultur- und Nachkriegsgeschichte - zu sehen als "dok.film"-Premiere am Sonntag, dem 12. August 2012, um 22.40 Uhr in ORF 2.

Das süße Leben, die Unabhängigkeit von alltäglichen Sorgen - das war der Traum der 1960er Jahre. Die Zukunft schien grenzenlos. Einige lebten das in vollen Zügen aus: der Jet Set. Ein Phänomen, angesiedelt zwischen Adels- und neuer Pop-Kultur. Die Grenzen der High Society brachen damals auf, aus Bällen wurden Partys, reiche Industrieerben, Playboys und Starlets betraten die Szene, die Götter des Düsenzeitalters. Als Gunter Sachs 1966 tausend rote Rosen auf Brigitte Bardots Haus regnen ließ, staunte die Öffentlichkeit. Der Industrieerbe setzte Maßstäbe in einer Welt, die sich innerhalb weniger Jahre aus dem Mief der Nachkriegszeit hervorgearbeitet hatte. Playboys, Playgirls, Paparazzi und Klatschreporter: Die "Society" -früher eine Domäne des Adels - formierte sich neu.

Den Winter verbrachte man in St. Moritz, das Frühjahr in St. Tropez. Acapulco war nicht mehr weit, die Party in New York erreichbar und die Nachtclubs in Paris, Rom oder London um die Ecke.

Schauspieler Helmut Berger, "der schönste Mann der Welt", feierte mit Ursula Andress und der Herzogin Silvia Serra di Cassano das "Dolce Vita" in Rom. Sie enterten die Luxusyachten der Tankerkönige Onassis und Niarchos, das französische Dior-Model Eliette Mouret traf auf einer Yacht in St. Tropez den "Jahrhundertdirigenten" Herbert von Karajan und jettete mit ihm um die Welt sowie in den Ehehafen. Nicht weniger begehrenswert: Claudia Cardinale, die noch heute von der damaligen leichten Lebensart schwärmt.

Marianne zu Sayn-Wittgenstein fotografierte aus der Mitte der High Society heraus die privaten Augenblicke der neuen olympischen Götter:
Operndiva Maria Callas schnorchelnd in der Ägäis mit schwarzem Pudel auf der Schulter oder Tanker-König Onassis bei der Autoreparatur. Der junge Schauspieler Pierre Brice bekam zwar Marcello Mastroiannis Rolle in "La Dolce Vita" nicht, stieg aber in seiner Rolle des Indianerhäuptlings Winnetou zum deutschen Superstar auf und konnte sich schließlich auch eine Yacht an der Côte d'Azur leisten.

Gunter Sachs brachte den Look der neuen Kaste mit weit aufgeknöpften Hemden und Clubjacketts auf den Punkt: "Ich glaube, jeder Junggeselle in meinem Alter hat ein bisschen dieses Hobby, nur hat er nicht gleich das Pech, dass das jedes Mal in der Zeitung steht." Er galt international als Vorzeige-Playboy, der mit Exkaiserin Soraya und Brigitte Bardot die schönsten und begehrtesten Frauen für sich gewinnen konnte und ein Leben führte, von dem damals jeder Mann nur träumen konnte.

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