FPÖ-Hofer: Gentechnik-Konzerne unterwandern offenbar US-Gesetzgebung

Durch geplanten Binnenmarkt EU-USA auch für Europa relevant

Wien (OTS) - "Hinter dem Kürzel 2,4-D (Dichlorphenoxyessigsäure)verbirgt sich eine hochgiftige Chemikalie, eine Komponente des im Vietnamkrieg zum Einsatz gelangten Entlaubungsmittels 'Agent Orange'", so heute der freiheitliche Umweltsprecher NAbg Ing. Norbert Hofer. "Da die in der gentechnischen Landwirtschaft gebräuchlichen Gifte wie Glyphosat offenbar nicht mehr ausreichen, um Schädlingsbefall und Superunkräuter hintan zu halten, liegen im Washingtoner Landwirtschaftsministerium zwei Zulassungsanträge für 2,4-D-tolerante Pflanzen, eine Gentech-Soja-Sorte und eine Gen-Mais-Sorte, vor."

"Das ist auch für europäische Konsumenten bedenklich, da mit dem geplanten transatlantischen Binnenmarkt TAFTA auch gemeinsame Zulassungskriterien vorgesehen sind. Wird also ein mutmaßlich die Gesundheit gefährdendes und Ökosysteme schädigendes Gentechnik-Konstrukt in den USA zugelassen, hätten wir keine Handhabe mehr, dieses von unseren Äckern fernzuhalten. Und US-Behörden sind sehr großzügig, was Zulassungen angeht. Das wird sich auch nicht ändern, da Gentechnik-Konzerne wie Monsanto aktiv auf die Gesetzgebung Einfluss nehmen. So debattiert das Abgeordnetenhaus in Washington gerade ein neues Agrargesetz, in das Monsanto mutmaßlich Formulierungen nach seinen Bedürfnissen hinein reklamiert, um künftige Zulassungen zu beschleunigen. Damit wären Risikobewertungen, die schon in der heute geübten Praxis kaum ihren Namen verdienen, de facto abgeschafft, zumal nach maximal18 Monaten eine automatische Zulassung erfolgen soll."

"Die EU ist deshalb gut beraten, objektive und dem Vorsorgeprinzip, also dem Konsumenten- und Naturschutz folgende Zulassungskriterien zu entwickeln. Hierzu bedarf es einer Neuzulassung sämtlicher bereits im Handel befindlicher gentechnisch veränderten Organismen sowie einer personellen Neubesetzung der EFSA, der sogenannten Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, deren Industrienähe geradezu sprichwörtlich ist", so Norbert Hofer abschließend.

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