Universum"-Serie "Wunderbares Österreich" porträtiert die Traun

"Traun - Ein Fluss wie ein Kristall" am 9. August um 21.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Am Donnerstag, dem 9. August 2012, zeigt die "Universum"-Dokumentation "Traun - Ein Fluss wie ein Kristall" um 21.05 Uhr in ORF 2 ein weiteres Stück "Wunderbares Österreich": Schon während der ersten Recherchen zu diesem Film wurde den Regisseuren Erich Pröll und Klaus Feichtenberger klar, dass die Traun nicht ein Fluss wie jeder andere ist. Die Traun ist die zentrale Achse eines vielfältigen Gewässersystems: Tosende Gletscherbäche, Wasserfälle, 76 Seen, zahllose Quellen aller Art, Höhlengewässer, stille Tieflandauen, Tausende Kilometer von Bach- und Flussläufen - alles das speist am Ende einen einzigen Fluss. Diese Vielfalt ist kaum fassbar - und dennoch überschaubar, und zwar buchstäblich: Von einer Anhöhe nördlich der Donau erfasst der Blick an einem klaren Tag die ganze Länge des Flusses, von den wilden, streng geschützten Traunauen im Linzer Stadtgebiet bis zum Dachstein. So wurde der wilde Weg des Wassers vom Dachstein zur Donau zum Erzählstrang. Dieser wurde mit einem zweiten verflochten - dem Weg des Flusses durch die Jahreszeiten. Und dann mit einem dritten - dem Weg der Traun durch ein Jahrtausend ihrer bewegten Geschichte. Im sechsten Teil der achtteiligen "Universum"-Serie "Wunderbares Österreich" lädt Alfred Vendl am Donnerstag, dem 16. August, um 21.05 Uhr in ORF 2 zu einer Entdeckungsreise durch das Weinviertel.

Erich Pröll hat in so gut wie allen Weltmeeren gefilmt. Die ersten Aufnahmen der riesigen Walhaie, die er im Pazifik gedreht hat, sind längst Legende, ebenso sein Film über das Riff gewordene Wrack der Umbria vor Port Sudan. Für den Traun-Film, der als Koproduktion von ORF, WDR, NDR-Naturfilm und Pröll Film mit Unterstützung von Land Oberösterreich, CineStyria und dem Landesfischereiverband Oberösterreich realisiert wurde, durfte sich der Linzer wieder einmal im eigenen Vorgarten umtun. Die Hochgebirgserfahrung, die er während seiner Produktion "Alpenseen" erlangt hatte, kam ihm dabei zugute:
"Es ist schon eine besondere Herausforderung, am Ufer des Grundlsees bei minus 12 Grad mit Flossen und Tauchanzug durch den Tiefschnee zu waten, um dann in die Tiefe zu den Seesaiblingen zu tauchen und die Netzfischer von unten zu beobachten oder mit der Unterwasserkamera durch die reißenden Schluchten zu gleiten. Gebiete und Orte zu zeigen, die dem Naturliebhaber üblicherweise verborgen bleiben, das ist die wahre Herausforderung", so Erich Pröll.

Auch für Klaus Feichtenberger, der sich in den vergangenen Jahren beruflich in allen Weltgegenden nur nicht in Österreich aufgehalten hatte, war diese Produktion ein willkommener Heimaturlaub. Feichtenberger hat an den schönsten Plätzen der Welt gearbeitet, dennoch sagt er mit Überzeugung: "Dieses Wasserreich, diese elementare Landschaft von Wasser und Fels bietet Naturschauplätze von Weltrang. Was aber das Salzkammergut einzigartig macht, ist die intime Mischung von ungebändigter Natur und gediegener Kultur. Für die kaiserliche Sommerfrische etwa stand das gesamte Gebiet der Monarchie zur Auswahl. Man entschied sich aber mit gutem Grund für das Salzkammergut, und so kam zur Naturschönheit ein nachhaltiger kultureller Mehrwert."

Von den Szenen, die über Wasser entstanden, erzählen viele von der Beziehung der Menschen zu den Gewässern - von Fliegenfischern bis zu historischen Flößern. Der Film selbst wird dabei zum historischen Dokument: Von den alten Wasserbauten, die einst errichtet wurden, um Massen an Holz aus dem Gebirge ins Tal zu transportieren, steht nur noch die Chorinsky-Klause. Für diesen Film wurde sie ein allerletztes Mal in Betrieb genommen: Ein gewaltiger Wasserschwall schwemmte vor laufenden Kameras wie vor hundert Jahren Baumstämme durch die Schluchten. "Die Traun - Ein Fluss wie ein Kristall" ist auch in musikalischer Hinsicht etwas Besonderes. Filmkomponist Kurt Adametz kennt im Salzkammergut nicht nur jeden Bach und Tümpel, sondern auch zahllose Volksweisen dieser musikalisch reichen Gegend. Man hört, dass er wusste, wovon er komponiert.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar. Nähere Informationen zur "Universum"-Serie "Wunderbares Österreich" sind unter http://presse.ORF.at erhältlich.

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