"Eco" am 9. August: Lebensmittelpreise - nach Dürre, Hagel und Überschwemmungen droht Erhöhung

Wien (OTS) - Angelika Ahrens präsentiert in "Eco" am Donnerstag, dem 9. August 2012, um 22.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Lebensmittelpreise: Nach Dürre, Hagel und Überschwemmungen droht Erhöhung

Rekordhitze sorgt in vielen Teilen der Welt für Rekord-Ernteausfälle. In den USA, in Russland, Australien und Indien ist ein großer Teil der Anbauflächen von Getreide der Dürre zum Opfer gefallen. Da die USA der weltweit größte Exporteur von Mais und Sojabohnen sind, wird ein globaler Anstieg bei den Lebensmittelpreisen befürchtet. An den Rohstoffbörsen schießen die Preise für landwirtschaftliche Produkte bereits in die Höhe. Auch in Österreich ist die Lage angespannt. Die AMA, die Agrarmarkt Austria, meldet in Österreich die schwächste Getreideernte seit mehr als 40 Jahren. Nun müssen Konsumenten fürchten, dass durch diese Entwicklung die Lebensmittelpreise steigen werden. Einen ersten Anhaltspunkt liefern die Mühlen-Betreiber, die von einer spürbaren Preiserhöhung bei Mehl ausgehen. "Eco" zeigt, wie stark sich die heimische und internationale Agrarkrise - und die damit verbundenen Finanzspekulationen - auf die Preise auswirken könnten. Ein Bericht von Ilja Morozov und Beate Haselmayer.

In Linz zerrinnt's: Millionenverluste durch riskante Finanzspekulation

Kaum ist der BAWAG-Skandal um Elsner & Co. einigermaßen bewältigt, gerät auch die neue BAWAG ins Zwielicht. Vor Jahren hat die Bank mit der Stadt Linz ein kompliziertes Finanzgeschäft abgeschlossen, einen Zins-Swap. Durch die hochriskante Spekulation hatte sich die Stadt damals satte Gewinne erhofft. Doch gewonnen hat bisher nur die Bank. Die BAWAG fordert von den Linzern mittlerweile 418 Millionen Euro, doch die Stadt will nicht bezahlen. Die Linzer Stadtregierung wirft der BAWAG vor, dass sie damals bewusst falsch beraten und die zuständigen Beamten und Politiker über den Tisch gezogen hätte. Von hohen möglichen Verlusten sei nie die Rede gewesen, das Ganze sei eigentlich ein frecher Betrug. Die Bank sieht das anders und fordert ihr Geld. Im Kern geht es bei dem Streit, der mittlerweile auch Gerichte und Gutachter beschäftigt, um ein Spekulationsgeschäft rund um eine Anleihe in Schweizer Franken. Rundherum offenbart sich aber ein Sittenbild, das zeigt, wie in den Jahren vor der Finanzkrise die Geschäfte zwischen Banken und Gemeinden tatsächlich gelaufen sind. Ein von der Stadt Linz beauftragter Gutachter bringt es auf den Punkt: "Da haben die Unseriösen mit den Dummen Geschäfte gemacht. Und die Steuerzahler löffeln nun die Suppe aus." "Eco" beleuchtet die Hintergründe des Streits zwischen der Bank und der Stadt. Ein Bericht von Hans Hrabal und Nicole Friesenbichler.

Gefragte Immobilien: Wo Burgen und Schlösser zu kaufen sind

Nicht nur Grundstücke, Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen sind derzeit gefragte Investitions- und Anlageobjekte, sondern auch Burgen, Schlösser und Herrschaftssitze. Obwohl die historischen Bauwerke oft viel teurer sind, ist die Nachfrage gestiegen. So wird eine Autostunde von Wien entfernt um 1,5 Millionen Euro auf 9.000 Quadratmetern Grund ein Jagdschloss angeboten, das mehr als 600 Quadratmeter Wohnfläche verfügt. "Eco" zeigt einige der Objekte, die zum Kauf angeboten werden, und verweist auch auf die Schattenseiten dieser Investments. Denn oft vergessen die künftigen Besitzer, dass der Immobilientraum zum Alptraum werden kann, wenn die nötigen Reparatur- und Sanierungsarbeiten nicht realistisch kalkuliert werden. Ein Bericht von Helge Reindl.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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