Massiver Anstieg von sexueller Gewalt in der Demokratischen Republik Kongo

CARE fordert besseren Schutz für Frauen und Mädchen

Goma / Wien (OTS) - Die Hilfsorganisation CARE fordert verstärkte Schutzmaßnahmen für Frauen und Mädchen, die vom Konflikt im Osten der Demokratischen Republik Kongo betroffen sind. Die Anzahl von sexuellen Übergriffen habe sich seit Beginn der Kämpfe im April vervielfacht, zahlreiche Frauen und Mädchen seien aus Angst vor Vergewaltigungen geflohen. Der Konflikt hat mittlerweile über 200.000 Menschen in die Flucht getrieben, von denen Tausende in den Nachbarstaaten Ruanda und Uganda Schutz suchen.

"Sexuelle Gewalt ist grundsätzlich ein riesiges Problem im Osten des Kongo, doch die derzeitige Situation ist die schlimmste seit Jahren," so Yawo Douvon, Leiter des CARE-Länderbüros. Die genaue Anzahl der Betroffenen könne nicht angegeben werden, weil viele Opfer aus Angst vor gesellschaftlicher Stigmatisierung nicht über ihre Gewalterfahrungen sprechen und keine Hilfe in Anspruch nehmen. Zudem erschwere die angespannte Sicherheitslage derzeit die Datenerfassung, zahlreiche Dörfer und Kliniken seien aufgrund der Präsenz bewaffneter Gruppen auf den Straßen für Hilfsorganisationen unerreichbar.

CARE fordert verbesserten Zugang von humanitären Akteuren zu allen Bevölkerungsgruppen, die Hilfe benötigen. Überlebende sexueller Gewalt müssten medizinische, juristische sowie psychosoziale Unterstützung in Anspruch nehmen können. Die Koordination der humanitären Hilfsmaßnahmen sollte ebenso verbessert werden wie die Sicherheitslage von Flüchtlingen bzw. Vertriebenen, indem z.B. Sanitäranlagen mit ausreichender Beleuchtung ausgestattet werden.

CARE führt in der kongolesischen Konfliktregion Nord-Kivu Projekte auf Gemeindeebene und in Flüchtlingslagern durch, um Überlebenden sexueller Gewalt zu helfen und weitere Gewalt zu verhindern. Im Flüchtlingslager Kigeme in Ruanda, wo 11.000 Kongolesen Zuflucht vor dem Konflikt gesucht haben, kümmert sich CARE um das Abfallmanagement, die gesundheitliche Versorgung der Flüchtlinge sowie Hilfe und Beratung bei Fällen von geschlechterspezifischer Gewalt.

TIPP: CARE-Mitarbeiterin Jessica DuPlessis in Goma/ DR Kongo steht gern für Rückfragen zur Verfügung: +243 81403669, Jessica.duplessis@co.care.org

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