Hiroshima-Gedenktag - Bayr: Hiroshima darf nicht in Vergessenheit geraten

Auch friedliche Nutzung von Atomkraft birgt viel Sprengkraft in sich - Erneuerbare Energien weiter fördern

Wien (OTS/SK) - Am 6. August 1945 wurde von den USA eine Atombombe auf Hiroshima abgeworfen. Anlässlich des Hiroshima-Gedenktags am 6. August betont SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung Petra Bayr am Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst: "Dieses Ereignis brannte sich in das kollektive Gedächtnis der Nachkriegsgeneration, es darf aber auch in den folgenden Generationen nicht in Vergessenheit geraten." Seit Hiroshima werde der Gebrauch von Atomkraft in zwei Kategorien geteilt: die kriegerische und die sogenannte friedliche Nutzung. "Ereignisse wie jene rund um das Atomkraftwerk Fukushima im Vorjahr zeigen, dass selbst die Nutzung der Atomenergie für vermeintlich friedliche Zwecke sehr viel Sprengkraft in sich birgt und nicht zu einer Welt gehört, wie wir sie wollen. Das musste gerade Japan nun nach Hiroshima ein weiteres Mal leidvoll erfahren", sagte Bayr. ****

Am Hiroshima-Gedenktag, wenige Wochen nach dem internationalen Gipfel für nachhaltige Entwicklung Rio+20, sei es immer noch unfassbar, dass Atomenergie unter dem neuen Modebegriff "Green Economy" subsummiert wird, so Bayr. "Atomstrom ist nicht grün und Atomenergie kann nicht nachhaltig sein", betonte die SPÖ-Sprecherin für globale Entwicklung, und bedauerte, dass es "beim Nachhaltigkeitsgipfel in Rio leider keinen internationalen Konsens, dass Atomstrom keine Option ist", gab. Nachhaltige Entwicklung sei aber aufgrund der Risiken und Gefahren nur ohne Atomenergie möglich.

Langfristig müssen die erneuerbaren Energien weiter gefördert werden. "Es gibt Alternativen zu Atomstrom: Nachhaltige erneuerbare Energien, wie Solar- oder Windenergie sind gefahrenlos, sie sind egalitär, können nicht von wenigen kontrolliert werden und sind somit ein Beitrag zu gleicher Verteilung und damit zu sozialem Frieden", unterstrich Bayr und wies darauf hin: "Wir müssen nur achtgeben, dass das grüne Mascherl nicht den Falschen, wie Agrotreibstoffen oder eben Atomenergie, umgebunden wird."

Abschließend betonte die Abgeordnete: "Wir dürfen Hiroshima nie vergessen, denn was vor mittlerweile 67 Jahren passiert ist, geht uns und die zukünftigen Generationen an." (Schluss) bj/tt

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